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Diplomatic Documents of Switzerland, vol. 1995, doc. 45
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| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E2010A#2005/342#7841* | |
| Old classification | CH-BAR E 2010(A)2005/342 616 | |
| Dossier title | Osteuropa, vol. 7 (1995–1996) | |
| File reference archive | B.75.77 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E1050.38-01A#2003/220#2* | |
| Old classification | CH-BAR 1050.38-01(A)2003/220 1 | |
| Dossier title | Kommissionssitzung vom 18. Januar 1996 (1996–1996) | |
| File reference archive | 1.1 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E7115B#2003/35#5592* | |
| Old classification | CH-BAR E 7115(B)2003/35 545 | |
| Dossier title | Politik und Prinzipien (inkl. technische Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe); Mittel- und Osteuropa (1994–1995) | |
| File reference archive | 3/801-PECO |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E2010A#2006/102#3* | |
| Old classification | CH-BAR E 2010(A)2006/102 1 | |
| Dossier title | Généralités (1994–1996) | |
| File reference archive | B.75.77-00 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E2026A#2005/9#134* | |
| Old classification | CH-BAR E 2026(A)2005/9 32 | |
| Dossier title | Arbeitsgruppe "Neues Kreditinstrument für osteuropäische Staaten", Band 2 (1995–1995) | |
| File reference archive | t.024-17 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
| Archival classification | CH-BAR#E2023A-01#2005/37#2643* | |
| Dossier title | Collaboration scientifique européenne: Généralités, Band 1 (1994–1995) | |
| File reference archive | o.320.021 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
| Archival classification | CH-BAR#E2010A#2005/342#7840* | |
| Dossier title | Osteuropa, vol. 6 (1995–1995) | |
| File reference archive | B.75.77 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E2010A#2006/102#4* | |
| Old classification | CH-BAR E 2010(A)2006/102 1 | |
| Dossier title | Schwerpunktländer (1994–1996) | |
| File reference archive | B.75.77-00 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E2010A#2005/342#1276* | |
| Old classification | CH-BAR E 2010(A)2005/342 200 | |
| Dossier title | Persönlicher Berater, vol. 3 (1995–1995) | |
| File reference archive | A.25.11.7 |
| Archive | State Archive is the archive of the Canton of Thurgau, Frauenfeld |
| Archival classification | CH-StATG Nachlass Mühlemann Ernst (1930–2009) ZA 2014-037, ZA 2014-043, Schachtel 11 |
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
| Archival classification | CH-BAR#E2200.309-01#2004/154#30* | |
| Dossier title | Allgemeines (1993–1995) | |
| File reference archive | 771.20 • Additional component: Kirgisistan |
dodis.ch/66408Notiz des Direktors der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und technische Zusammenarbeit mit Zentral- und Osteuropa des EDA, Botschafter Fust1
Konzept der künftigen Ausrichtung der technischen Zusammenarbeit mit mittel- und osteuropäischen Staaten
Aus den Rahmenkrediten2 wurden Projekte in den Ländern:
– Estland
– Lettland
– Litauen
– Albanien
– Rumänien
– Slowakei
– Polen
– Ungarn
– Russland
unterstützt, bzw. durchgeführt. Rund 85% der Hilfe erfolgte bilateral, 15% regional. In der Planung wurden die Finanzmittel einer Reihe von Sektoren (Umwelt, Wissenschaft, etc.) zugeteilt. Auf diese sektoralen «Finanzstücke» stützten sich Einzelprojekte und teils Programme ab.3
Die Zusammenarbeit mit Ost- und Mitteleuropa findet in einem dynamischen Umfeld statt. Nach fünf Jahren Projekterfahrung setzt sich eine nüchterne Lagebeurteilung durch. In der Vielzahl von inzwischen vorliegenden Studien wird auf folgende Trends hingewiesen, die immer wieder zu «unübersichtlichen Lagen» führen:
– Die Wirtschaft schrumpft und wächst sektoriell ungleichzeitig und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, u. a. abhängig von der wirtschaftlichen Ausgangssituation des Landes, seiner Nähe zu den west- und osteuropäischen Märkten und der Tiefe der politischen Strukturreformen.
– Die institutionellen Reformen haben sich vielenorts verlangsamt. Ihr Verlauf (bei Eigentums-, Justiz-, Verwaltungsreformen) wird stark vom Machtkampf zwischen neuen und alten politischen Interessengruppen bestimmt, die vielerorts zersplittert sind. Neue Vorstellungen von einem schlanken, leistungsfähigen Staat, der seine regulierenden und sozialen Funktionen wahrnimmt, fehlen weitgehend.
– Die sozialen Unterschiede werden vom Reformprozess akzentuiert, extreme Armut von Randgruppen und Minderheitenprobleme destabilisieren den Prozess und untergraben die politische Legitimität der reformwilligen Parteien und Interessengruppen.
– Die aus westeuropäischer Sicht unterschiedlich eingeschätzte wirtschaftliche Anschlussfähigkeit der Gesellschaften Mittel- und Osteuropas hat sich auf die Investitionslenkung markant ausgewirkt und zu einer schnellen Ausdifferenzierung unter den Reformländern geführt.
– Die erwarteten sozio-kulturellen Veränderungen verlaufen langsamer als sich das euphorische Reformer der ersten Stunde vorstellen konnten. Die «langsamen Mentalitäten» verändern sich über Generationen. Wo die Legitimität für die Reformen abbröckelt, erweisen sich alte, vertraute Verhaltensmuster als zweckmässiger als das unbekannte und risikobeladene Neue.
Wir führen geographisch 3 Schwerpunkte ein:
– Balkan 1
– Mitteleuropa 2
– GUS 3
Innerhalb dieser geografischen Gruppenbildung konzentrieren wir uns auf folgende Länder:
– Albanien ) 1
– Mazedonien ) 1
– Bulgarien ) 1
– Rumänien ) 1
– Polen ) 2
– Ungarn ) 2
– Slowakei ) 2
– Russland ) 3
– Ukraine ) 3
– Kirgisistan ) 3
In dieser Gruppierung werden in
– 4 Ländern (1) Länderprogramme
– 3 Ländern (2) je das Sektorprogramm «institutionelle Zusammenarbeit»
– 3 Ländern (3) Spezialprogramme4
ausgearbeitet, bzw. ausdifferenziert (2).
Die Finanzmittel werden indikativ wie folgt eingesetzt:
| – Jährliches Gesamtbudget (Basis 1995) | ca. 50,0 Mio. Fr. | |
| · Kulturförderung vor Ort (Leistungsauftrag an Pro Helvetia) | 2,5 Mio. Fr. | |
| 47,5 Mio. Fr. | ||
| – Aufteilung auf Schwerpunkte | ||
| · Balkan (1) | 50% | 24,0 Mio Fr. |
| · Mitteleuropa (2) | 10% | 5,0 Mio. Fr. |
| · GUS (3) | 35% | 17,0 Mio. Fr. |
| – Reserve/Punktuelle Aktionen | 3–5% | 1,5 Mio. Fr. |
Vorgaben bleiben die Ziele gemäss Botschaft Rahmenkredit5 und der allgemeinverbindliche Bundesbeschluss.6 Es soll auch stets der Querbezug zu den Anliegen der OSZE mitberücksichtigt werden.7
Grundsätzlich gilt der Programmansatz. Projekte haben sich auf Programme abzustützen.
Neue Programme und Projekte sind ab sofort auf das neue Konzept auszurichten. Laufende Projekte sind im Zeitrahmen 95–97 neu auszurichten (Ausstieg, Abbau, Reorientierung, Ausdifferenzierung). Für alle mitteleuropäischen Staaten sind keine neuen Programme/Projekte einzugehen. Während für die Tschechei und Slowenien bis Ende 1997 alle Projekte auslaufen sollen, ist dies für Polen, Ungarn und die Slowakei bis Ende 1999 vorgesehen.
Für die Kulturförderung vor Ort wird mit der Pro Helvetia ein Leistungsauftrag ausgearbeitet. Die bisherige Länderkonzentration kann bis 1998 weitergeführt werden.8
Für alle anderen Sektoren gilt jedoch das vorliegende, neue Konzept der künftigen Ausrichtung.
Die Anzahl der Länder für die TZ reduziert sich (1995–97) von 15 auf 10.
Die Finanzmittel verschieben sich von 1995 bis 1998 erheblich:
– Ausbau Schwerpunkt Balkan (1) (ca. doppelt soviel Mittel wie bisher)
– Abbau, Teilausstieg Mitteleuropa (2) (starke Reduktion von ca. 17 auf 5 Mio. Fr.)
– Erweiterung des Engagements in der GUS (3) (sukzessive ca. zwei Drittel mehr Mittel)
Der Programm-Ansatz verlangt einen intensiveren Dialog vor Ort, ist längerfristig ausgerichtet und erlaubt ein vertiefteres Eingehen auf lokale Probleme und Möglichkeiten gemeinsamer Lösungen.
Ende 1997 soll eine Evaluation zeigen, ob sich die «künftige Ausrichtung» bewährt. Im Zeitraum 1998/99 sollen auch die Programme in Polen, Ungarn und der Slowakei ganz auslaufen. Die dadurch frei werdenden Mittel werden in den beiden verbleibenden regionalen Schwerpunkten zum Einsatz kommen.
– Der Bedarf an Unterstützung ist in allen osteuropäischen Ländern sehr gross. Da mit beschränkten Mitteln nicht alle Bedürfnisse abgedeckt werden können, drängt sich eine Schwerpunktbildung auf.
– Eine geographische und sektorielle Konzentration verbessert die Effizienz, Wirksamkeit und Relevanz der Zusammenarbeit. Die Projekte können auf Programme abgestützt werden und müssen nicht einzelfallweise konzipiert werden.
– Mit einer erhöhten geographischen Konzentration und Schwerpunktbildung des Mitteleinsatzes erhalten die Programme mehr politisches Gewicht. Der für den Programmansatz notwendige Dialog ermöglicht einen Einfluss auf politische Rahmenbedingungen.
– Die schweizerische technische Zusammenarbeit wird durch die Neuausrichtung bzw. Konzentration sichtbarer. Das erleichtert die Öffentlichkeitsarbeit und fördert das Verständnis der Schweizer Bevölkerung für die TZ und den aussenpolitischen Bezugsrahmen.
– Das Parlament hat wiederholt eine stärkere Konzentration gefordert.9
– Aussenpolitischer Bericht: Seine Ziele gelten als Arbeitsvorgaben10
– Auf der Gundlage der schweizerischen Ostpolitik lassen sich keine Schwerpunktländer ableiten. Die allgemeine Absicht, die politischen und wirtschaftlichen Reformen in Osteuropa und der GUS zu unterstützen, bietet keine Anhaltspunkte, ob etwa die starken oder gerade die schwachen Reformer mittels TZ unterstützt werden sollen. Abgesehen davon stösst der Versuch einer solchen Einteilung auf grosse Bewertungsschwierigkeiten. Eine Ausscheidung über die Konditionalität ist nur in krassesten Fällen möglich, wenn sich Länder im Krieg befinden (Armenien, Aserbeidschan, Georgien, Tadschikistan, Bosnien-Herzegowina, Rest-Jugoslawien, Kroatien). Und auch in diesen Ländern kann die Situation ändern und die Frage der Zusammenarbeit plötzlich akut werden, so etwa bei einem Friedensschluss in Ex-Jugoslawien.
– Die integrationspolitischen Zielsetzungen sind hinsichtlich der gesamteuropäischen Verflechtung derart allgemein, dass sich daraus kaum Argumente für eine länderweise Schwerpunktsetzung der TZ ableiten lassen. Die «Visegrad»-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn) sowie Slowenien werden angesichts ihrer Fortschritte im Transformationsprozess vermutlich die ersten osteuropäischen Staaten sein, die in die EU aufgenommen werden, wobei die Slowakei zur Zeit als unsicherste Kandidatin gelten muss.11 Diese Länder sind auch wirtschaftlich von besonderem Interesse für die Schweiz.
– Aufgrund der Geschichte stehen uns Polen, Tschechien und Ungarn näher als andere Länder. Rumänien geniesst vor allem in der Romandie Sympathie. Auch das Baltikum hat seine Anhängerschaft in der schweizerischen Bevölkerung.
– Die Sicherheitsrisiken in Osteuropa und der GUS, welche die Schweiz betreffen, sind vielschichtig. Je nach Risiko ist die Gruppe der Länder, von denen die grösste Bedrohung ausgeht, verschieden (ökologische Bedrohung, nukleare Unfälle; organisierte Kriminalität; Migration; machtpolitische Bedrohungen inkl. Proliferation von Massenvernichtungswaffen). Mit Hilfe von sicherheitspolitischen Kriterien ist es somit schwierig, eine länderweise Schwerpunktsetzung der TZ vorzunehmen. Es lassen sich aber sicherheitsrelevante Projekte für einzelne Länder bestimmen.
– Nach dem Bundesbeschluss über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas kommt dem Grundsatz der solidarischen Mitverantwortung eine besondere Bedeutung zu.12 Dies spricht dafür, die TZ in den ärmeren Ländern zu konzentrieren. Nimmt man das Bruttosozialprodukt pro Kopf als Massstab, so können die mittel- und osteuropäischen sowie die baltischen Staaten grob in zwei Gruppen aufgeteilt werden (in Klammern stehen die Werte für 1993 in US$ gemäss Weltbankstatistik).
Slowenien (6310), Ungarn (3330), Estland (3040), Tschechien (2730), Polen (2270), Lettland (2030), Slowakei (1900)
und
Litauen (1310), Bulgarien (1160), Rumänien (1120), Mazedonien (780), Albanien (340).
– Die Schweiz steht mit ihrer TZ nicht alleine da. Eine internationale Arbeitsteilung ist aber nur in groben Zügen auszumachen. Verschiedene Geberstaaten verfolgen eine klare Interessenpolitik und konzentrieren sich auf Gebiete, die sich durch geographische Nähe, geschichtliche Beziehungen oder sicherheitspolitische Bedeutung auszeichnen. So sind die skandinavischen Staaten vorwiegend im Baltikum, in Polen und Nordwest-Russland tätig, Deutschland setzt seine Mittel zu einem Viertel in Russland und zu etwa je 10% in Polen und der Ukraine ein, für Italien ist Albanien ein Schwergewichtsland und Österreich kümmert sich in erster Linie um seine Nachbarn Tschechien, Ungarn, Slowenien und Slowakei.13
– Russland nimmt mit seiner geopolitischen Bedeutung eine herausragende Stellung ein und kann daher auch in der TZ nicht vernachlässigt werden. Aufgrund der Grösse des Landes ist es nur möglich, in ausgewählten Gebieten und Bereichen tätig zu sein.14 Die Menschenrechtsfrage wird auf absehbare Zeit akut bleiben und in der Schweiz für ein Andauern des Unbehagens sorgen.15 Sonderbeziehungen im Rahmen der OSZE sind zu vertiefen.16
– Kirgisistan ist das zweite GUS-Land, in dem das BZO aktiv ist.17 Es gehört mit einem Bruttosozialprodukt pro Kopf von 830 US$ (1993) zu den ärmeren Ländern der GUS (zum Vergleich: Russland 2350 US$). Eine Konzentration der Zusammenarbeit auf eine beschränkte Anzahl GUS-Länder ist zwar sinnvoll und angesichts der beschränkten Mittel unumgänglich, doch sollten die übrigen zentralasiatischen Mitglieder der schweizerischen IWF/WB-Stimmrechtsgruppe – Turkmenistan (BSP/Kopf 1992 1380 US$, Wert für 1993 nicht bekannt), Usbekistan (BSP/Kopf 1993: 960 US$) und Aserbeidschan (BSP/Kopf 1993: 730 US$; es stellt sich jedoch die Frage der Konditionalität) – aufgrund ihrer Bedeutung für den schweizerischen Sitz in der Verwaltungsräten der Bretton Woods-Institutionen nicht völlig leer ausgehen.18
– Die Ukraine und Moldawien verlangen als «Brücke» zwischen Balkan und Russland besondere Beachtung. Falls mehr Mittel für die TZ bereitgestellt werden könnten, wären eigentliche Länderprogramme möglich.
Das vorliegende Konzept wurde besprochen mit:
– der Politischen Direktion des EDA
– dem Bundesamt für Aussenwirtschaft
– anlässlich einer Regionalkonferenz der in den Botschaften beauftragten Mitarbeiter in Mittel- und Osteuropa im Juli in Budapest19
– den Direktoren des BUWAL, BBW, BAK
Die künftige Ausrichtung im Sinne dieses Konzeptes wird begrüsst.
Das mit der Finanzhilfe beauftragte BAWI (ca. 100 Mio. Fr. pro Jahr) gedenkt seinen Einsatz künftig auch stärker zu strukturieren und – wenn immer möglich – sich an unserem geographischen Konzept zu orientieren. Das BAWI hat mit seiner gebundenen Hilfe auch explizit direkten schweizerischen Interessen Rechnung zu tragen.20
- 1
- CH-BAR#E2010A#2006/102#4* (B.75.77-00). Dieses Konzept wurde vom Direktor der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und technische Zusammenarbeit mit Zentral- und Osteuropa (DEHZO) des EDA, Botschafter Walter Fust, unterzeichnet. Für die Ausarbeitung war eine Arbeitsgruppe zuständig, der neben Botschafter Fust auch der Chef der Abteilung Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit der DEHZO, Vizedirektor Rudolf Dannecker, Nicolas Lang vom Integrationsbüro EDA/EVD, der Chef der Sektion OSZE des EDA, Martin Dahinden, Thomas Greminger von der Sektion Politik und Forschung der DEHZO, der Chef des Büros für die Zusammenarbeit mit Osteuropa, Vizedirektor Remo Gautschi, sowie seine Mitarbeiter Minister Eric Martin, Lucio Canonica, Stephan Husy und bis zu seiner Versetzung nach Santiago de Chile auch Carlos Orga angehörten. Die erste Fassung des Konzepts vom 27. März 1995 wurde vom Vorsteher des EDA, Bundesrat Flavio Cotti, mit dem Auftrag zurückgewiesen, eine zusätzliche Straffung vorzunehmen. Die überarbeitete Fassung wurde verschiedenen Abteilungen des EDA und dem Bundesamt für Aussenwirtschaft (BAWI) des EVD zur Konsultation vorgelegt und schliesslich am 19. September 1995 von Bundesrat Cotti genehmigt. Vgl. dazu das Dossier CH-BAR#E2010A#2006/102#4* (B.75.77-00). Das Konzept wurde von Vizedirektor Gautschi am 1. November 1995 an sämtliche schweizerischen Botschaften in Ost- und Westeuropa, an die Koordinationsbüros in Warschau und Moskau, an sämtliche schweizerischen Vertretungen bei internationalen Organisationen und an einen sehr breiten Verteiler beim EDA und allen anderen Departementen versendet, vgl. das Faksimile dodis.ch/66408.↩
- 2
- Zu den Rahmenkrediten für die Zusammenarbeit mit Ost- und Mitteleuropa vgl. das Schlagwort dodis.ch/D2498.↩
- 3
- Zur bisherigen Ausrichtung der Zusammenarbeit mit Ost- und Mitteleuropa vgl. ferner DDS 1990, Dok. 12, dodis.ch/56158; DDS 1991, Dok. 35, dodis.ch/57522; DDS 1993, Dok. 59, dodis.ch/64511, sowie DDS 1994, Dok. 44, dodis.ch/67575.↩
- 4
- Vgl. dazu das Konzept zur technischen Zusammenarbeit mit den GUS-Staaten vom Dezember 1995, dodis.ch/72172.↩
- 5
- Vgl. die Botschaft über eine verstärkte Zusammenarbeit mit osteuropäischen Staaten und entsprechende Soforthilfsmassnahmen vom 22. November 1989, dodis.ch/55717. Die darin enthaltenen Ziele wurden für den nächsten Rahmenkredit unverändert übernommen, vgl. die Botschaft über die Weiterführung der verstärkten Zusammenarbeit mit ost- und mitteleuropäischen Staaten vom 23. September 1991, dodis.ch/57445.↩
- 6
- Bundesbeschluss über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas vom 24. März 1995, BBl, 1995, II, S. 451–454.↩
- 7
- Vgl. dazu DDS 1995, Dok. 44, dodis.ch/62659, sowie die Zusammenstellung Schweizer OSZE-Präsidentschaft 1996, dodis.ch/T2233.↩
- 8
- Vgl. dazu die Dossiers CH-BAR#E2010A#2006/102#193* (B.75.77-14.01) und CH-BAR#E2010A#2006/102#197* (B.75.77-14.01).↩
- 9
- Vgl. dazu bspw. das Postulat 92.3437 Klares Konzept für die Osteuropahilfe der christlichdemokratischen Fraktion vom 8. Oktober 1992, dodis.ch/64593, sowie die Debatten im Ständerat vom 1. Dezember 1994, dodis.ch/74249, und im Nationalrat vom 7. und 8. März 1995, dodis.ch/71093, über die Botschaft zum allgemeinverbindlichen Bundesbeschluss über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas vom 19. September 1994, dodis.ch/69029.↩
- 10
- Vgl. den Bericht über die Aussenpolitik der Schweiz in den 1990er Jahren, dodis.ch/54677. Vgl. ferner DDS 1994, Dok. 11, dodis.ch/66378; DDS 1993, Dok. 8, dodis.ch/61211, und Dok. 53, dodis.ch/61212, sowie die Zusammenstellung dodis.ch/T1981.↩
- 11
- Zur Slowakei vgl. den Politischen Bericht Nr. 8 der schweizerischen Botschafterin in Prag, Sylvia Pauli, vom 23. Oktober 1995, dodis.ch/74154.↩
- 12
- Bundesbeschluss über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas vom 24. März 1995, Art. 3.1, BBl, 1995, II, S. 451–454, hier S. 451: «Die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas ist Teil der schweizerischen Aussenpolitik. Sie beruht insbesondere auf dem Grundsatz der solidarischen Mitverantwortung.»↩
- 13
- Für die dazu durchgeführte Umfrage bei den schweizerischen Botschaften in Bonn, Brüssel, Den Haag, Helsinki, London, Oslo, Paris, Rom, Stockholm und Wien sowie bei der schweizerischen Mission bei den EG in Brüssel und die entsprechenden Antworten vgl. das Dossier CH-BAR#E2010A#2006/102#4* (B.75.77-00).↩
- 14
- Vgl. dazu die Notiz von Werner Gruber von der Sektion Finanzhilfe für GUS-Staaten des BAWI vom 15. November 1995, dodis.ch/74135, sowie das BR-Prot. Nr. 1817 vom 22. November 1995, dodis.ch/69962.↩
- 15
- Vgl. dazu die Aufzeichnung von Minister Pierre Chrzanovski von der schweizerischen Botschaft in Moskau über sein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Menschenrechtskommission im Kabinett des russischen Präsidenten, Sergei Kowaljow, vom 11. April 1995, dodis.ch/74133, sowie den Bericht von Stephan Husy über die Evaluationsmission «Menschenrechtsprojekte in Russland» vom 27. Juni 1995, dodis.ch/74132.↩
- 16
- Vgl. dazu die Notiz des Chefs der Politischen Abteilung I des EDA, Botschafter Franz von Däniken, an Bundesrat Cotti vom 12. Juni 1995, dodis.ch/73227.↩
- 17
- Vgl. dazu die Notiz von Markus Dürst von der Sektion GUS des DEHZO-Büros für die Zusammenarbeit mit Osteuropa vom 21. November 1995, dodis.ch/74014.↩
- 18
- Vgl. dazu die bilateralen Gespräche mit den Ländern der schweizerischen Stimmrechtsgruppe im Rahmen der Jahresversammlung der Bretton-Woods-Institutionen im Bericht des Delegierten für internationale Währungs- und Finanzfragen der Eidg. Finanzverwaltung des EFD, Giovanni-Antonio Colombo, vom 17. Oktober 1995, dodis.ch/71325.↩
- 19
- Vgl. dazu den Bericht zur DEHZO-Regionalkonferenz in Budapest vom 12. bis zum 14. Juli 1995, dodis.ch/74013.↩
- 20
- Zum Stand der laufenden Finanzhilfeprojekte des BAWI in Mittel- und Osteuropa vgl. die Notiz des Chefs der Abteilung Wirtschaftsmassnahmen für Mittel- und Osteuropa/Handels- und Investitionsförderung/BERD des BAWI, Paul Obrist, vom 7. November 1995, dodis.ch/74251.↩
Relations to other documents
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Tags
Technical cooperation with Central and Eastern Europe (1989–)
Enhanced cooperation with Central and Eastern Europe (1989–) Albania (General) Bulgaria (General) Romania (General) North Macedonia (General) Poland (General) Hungary (General) Slovakia (General) Russia (General) Ukraine (General) Kyrgyzstan (General)




