Language: ns
1939 - 31.8.1940
AfZ; NARA RG 242 T 120 / MF 3595
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english):
________________________

AfZ; NARA RG 242 T 120 / MF 3595


E 692864 - 692891: summarisch erfasst (nicht relevant)
Serial Number: 9867H


Seitennummer: E 692892 - 693029
Umfang: 138
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Büro St.S. und Chef A.O. 1940. Reichsdeutsche in Niederländisch Indien. Repressalien. Inhalt: Gegenmassnahmen zur Internierung von Reichsdeutschen in niederländisch Indien durch Verhaftungen in Holland.
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9868H


Seitennummer: E 693030 - 693040
Umfang: 10
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): Deutsche Gesandtschaft Oslo. Vercharterung norwegischen Schiffraums, 1939-1940
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9869H


Seitennummer: E 693041 - 693043
Umfang: 3
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Abt. W (HaPol IIa Schweiz). Kohlensperre 1940
Einzelne Dokumente: nur ein Dokument

Clodius an Diplogerma [deutsche Gesandtschaft in Rom?], 20.6.1940 (korrigierter Entwurf eines Telegramms)


KOPIE
"1. Im Verlauf Wirtschaftsbesprechungen mit Schweiz haben wir Kohlenausfuhr gesperrt, um unseren Forderungen mehr Nachdruck zu geben. Bitte daher italienische Regierung veranlassen, Durchfuhr von Kohlen nach der Schweiz zu unterbinden. Nach hier vorliegenden Nachrichten versucht jetzt Schweiz, Kohle aus Türkei und Jugoslawien zu beziehen." Handschriftliche Notiz Clodius: Transit nur für Nahrungs- und Futtermittel erlaubt.


Serial Number: 9870H


Seitennummer: E 693044 - 693048
Umfang: 5 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA. Völkerrecht - Kriegsrecht 2/1940-4/1940
Einzelne Dokumente: nicht relevant


E 693049-693070 fehlen! (Filmkopie zeigt Klebestelle (im Original), Kopie)



Serial Number: 9869H (Supplementary)


Seitennummer: E 693071 - 693133
Umfang: 63
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Abt. W (HaPol IIa Schweiz). Handelsvertragsverhältnisse Schweiz - Deutschland, 8/1939-7/1940
Einzelne Dokumente: zum Teil kopiert, siehe unten (nur Relevantes exzerpiert).

Deutsche Gesandtschaft Bern, Wirtschaftsabteilung (Hemmen) an AA Berlin: 21.5.1940: Bericht über die Rückkehr von [Paul Victor] Keller aus England (Verhandlungen seit Mitte April).


KOPIE
  • "Er ist über die gegenwärtige Lage und die künftigen Aussichten der schweizer Ausfuhr sehr betrübt."
  • "Auch die jetzigen Verhandlungen führten zu keinem praktischen Ergebnis. Der Verhandlungsgang war ausserordentlich schleppend und erfolgte fast ausschliesslich im Schriftwege durch Austausch von Memoranden, wobei jeweils die englische Stellungnahme wegen der Notwendigkeit der Befragung vieler Amtsstellen stets mit allergrösster Verzögerung einging."
  • "Was die englischen Kohlenlieferungen anlangt, so ist es bei der früheren dorthin unter dem 2. März d.J. berichteten englischen Zusage geblieben, wonach England die Schweiz für den erlittenen Ausfall in Polen, Tschechei, Holland unter Einschluss Frankreichs mit bestimmten Mengen versorgen wird, die grösser sind als die früheren bescheidenen englischen Einfuhren."


Vermerk Schüller o.D. über "Deutsch-schweizerische Wirtschaftsverhandlungen. Stand 12.6.40 laut Mitteilung von Ges. Hemmen"


KOPIE
Auflistung der schweizerischen und deutschen Forderungen. Letzter Punkt: "h) Deutschland richtet in der Schweiz Kontrollstellen ein, um die Weiterleitung deutscher Waren an die Feindmächte zu verhindern."

Notiz Schüller o.D. ("Aufzeichnung betr. Schweiz") über die Sitzung der Deutschen Mitglieder des deutsch-schweizerischen Regierungsausschusses am 24.5.1940 im Reichswirtschaftsministerium.


KOPIE
  • Hemmen ist für stärkeren Druck auf Schweiz. Fordert Zahlungsabkommen, "um Rückfluss von Devisen zu ermöglichen".
  • Wunsch, "Kriegsmaterial in grösserem Umfang" zu bestellen. Zum Eisen: "Zur Zeit werden etwa 500 t [Eisen] an befreundete schweizer Firmen beliefert (RWiM). Ges. Hemmen weist darauf hin, dass die schweizer Firmen weitgehend in Eisen und Firmen wie Örlikon und Winterthur in Stahl noch auf Jahre hinaus eingedeckt sind. Nach Auffassung von Seyboth müsste für etwaige weitere Eisenlieferungen intern eine besondere Grundlage geschaffen werden. Er könne die Lieferung von Eisen bei dem Eisenreferat nicht durchsetzen, wenn er nicht auf Lieferung von schweizer Eisenerz hinweisen könne. Er sei sich jedoch darüber klar, dass dieses Eisenerz bereits eine Gegengabe für die gelieferten Flugzeuge darstelle."
  • Betreffend Transit: "Botschafter Ritter verlange eine Kontrolle durch die Deutschen Konsulate in der Schweiz. Es besteht Einigkeit darüber, dass sich eine solche Kontrolle schwer durchführen lasse, dass wir aber an die Schweizer genau die gleichen Ansprüche hinsichtlich der Kontrolle stellen wollten, wie dies gegenwärtig von den Engländern geschieht."
  • "K.T.A.-Lieferungen gehen im allgemeinen glatt (RWiM)."
  • Zum Protektorat: "Die tschechischen Einfuhrkontingente nach der Schweiz werden auf die deutschen aufgestockt."


Vermerk Sabath, 30.5.1940, "Besprechung betr. Schweiz am 30.5.1940". Anwesend: Hotz, Homberger, Hemmen, Sabath, Seyboth.


KOPIE
"Zu den Kriegslieferungen": "Herr Hemmen nahm Bezug auf den bekannten Bundesrathsbeschluss und war der Schweizer Regierung unneutrale Haltung vor. Die Bedingung der Zulieferungen kann von uns nicht erfüllt werden, [handschriftlich: so dass ?] die Waffenlieferungen einseitig an die Feindmächte gingen und, wie wir wüssten, in einem die früheren Ausfuhren erheblich übersteigenden Masse. Um eine praktische Lösung zu finden, schlug Herr Hemmen eine paritätische Behandlung beider Seiten vor, wobei massgebend sein sollen die niedrigsten Bestellungen von einer Seite.
Sollte die Schweiz hierauf nicht eingehen, würde die Kohlenausfuhr gesperrt werden. Er betonte den äussersten Ernst dieser Frage und erklärte den schweizer Herren, die auf die Folgen eines solchen Vorgehens hinwiesen, dass wir auf den Handel mit Spanien keinen Wert mehr legten, wenn nicht unsere Forderungen zu einem nahen Zeitpunkt, also bis zur nächsten Woche, erfüllt würden. Die Frage sei nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch von erheblicher politischer Bedeutung. Wenn die Schweiz nicht nachgebe, würden wir unsere Wünsche erzwingen und mit wirtschaftlichen Massnahmen 'beginnen'."

Notiz Sabath, o.D. ("Deutsch-Schweizerische Verhandlungen. Eröffnungssitzung am 27.5.1940")


KOPIE
Liste mit Verhandlungsthemen

Notiz Sabath, o.D. ("Deutsch-Schweizerische Verhandlungen am 31.5.1940")


KOPIE
Wünsche der Deutschen betr. Waffen- und Maschinenlieferungen. "Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass uns holländische und belgische Bestellisten in die Hände gefallen seien. Wir verlangten Lieferung des bestellten Materials an uns, damit es nicht an die Feindmächte ausgehändigt würde."
"Zu den übrigen Anregungen der Schweiz am vergangenen Tage wurden Ergänzungswünsche von uns geäussert, von denen der wichtigste ist, dass wir bei der Auswahl der in Zukunft zu liefernden Waren völlig freie Wahl haben wollen, um die Ausnutzung völlig sicher zu stellen."

"Vermerk" Sabath, Berlin, 6.6.1940


KOPIE
Man soll der Schweiz Zeit zum Entscheiden lassen, bevor man die Drohung der Kohlensperre durchführt. "Die Schweizerische Regierung ist vor weittragende Entscheidungen gestellt, zu der wir ihr eine gewisse Überlegungszeit lassen müssen. Als Druckmittel braucht die Kohlenausfuhr nicht gesperrt zu werden, weil die Schweizer sich bereits über den Ernst der Lage klar geworden sind."

Notiz Sabath, 8.6.1940


KOPIE
Anruf der Schweizerischen Gesandtschaft: Sei einverstanden mit "Verhandlung über Lieferung von Kriegsmaterial auf dem Boden der deutschen Vorschläge". Zuerst soll auf Technikerstufe die Liste besprochen werden. Auf Schweizer Seite würden Oberst Fierz (geschrieben: "Firtz") und Oberstleutnant Reusser nach Berlin kommen.

Deutsche Gesandtschaft Bern (Köcher) an AA Berlin, 10.6.1940


KOPIE
Köcher hat Pilet-Golaz (aus anderem Grund besucht). Hat auf die drohende Kohlensperre aufmerksam gemacht, wenn Verhandlungen nicht vorwärts kommen. Pilet meint, dass die Schweiz aus technischen Gründen nicht allen deutschen Wünschen entsprechen könne (bei Kriegsmateriallieferungen). "Er bat von der Kohlensperre Abstand zu nehmen, da die Schweiz alles tun werde, um die Verhandlungen mit der deutschen Delegation schnellstens zum Abschluss zu bringen." Er macht "auf die schwierige Lage aufmerksam, in der er sich dadurch befände, dass Bundesrat Obrecht wegen seines Gesundheitszustandes als Mitarbeiter fast gänzlich ausfalle."

Telegramm Köcher [an AA?], 18.6.1940


KOPIE
Hotz teilte Köcher die Stellungnahme des Bundesrats zu den deutschen Vorschlägen mit:
  • 1) Deutsche Guthaben auf Sonderkonten werde in Devisen zur Verfügung gestellt
  • 2) Bittet von Aufhebung Zahlungswertgrenze auf Rumpf-Clearing abzusehen, "ist aber bereit, nicht ausgenutzte Wertgrenze als Globalwertgrenze zu unserer freien Wahl zur Verfügung zu stellen".
  • 3) "Bundesrat bereit, uns Kriegsmaterial unbeschränkt so viel zu liefern, als die Schweiz dazu in der Lage ist. [...]. Man erwartet dafür Zulieferung unsererseits von Stahl, Zink und chemischen Materialien für Leuchtspurmunition, dagegen ist man bereit, hier das erforderliche Kupfer, Messing, Aluminium, Zinn und Nickel beizusteuern."
  • 4) "Bis zum Abschluss unserer Verhandlungen ist Ablieferung sämtlicher Kriegsmaterialbestellungen für Feindmächte einstweilen zurückgestellt worden."
  • 5) "Waffenlieferungen für Holland, Belgien und Norwegen unterliegen gleichfalls dieser Sperre. Es ist sichergestellt, dass diese keinenfalls nach London geliefert werden. Wir können fertige Waffen sowie für diese Länder vorgesehene Kapazität übernehmen. Bitte darüber bald möglichst Weisungen entweder an beteiligte Firmen direkt oder über mich an Volkswirtschaftsdepartement."
  • 6) "Uhrenmaschinen werden künftig unbeschränkt nach Deutschland ausgeführt."
  • 7) "Schweizerische Regierung wird alle Anstrengungen machen, um unsere Werkzeugmaschinen-Bestellungen sehr wesentlich zu steigern."
  • 8) Über "Garantiescheine für Durchfuhr von Holzprodukten, Pferde und Flachs zwecks Sicherstellung Verwendung im eigenen Land".
  • 9) Schweiz habe Hoffnung, "in gewissem Umfang auch regelmässigen Handelsverkehr in beiden Richtungen und auf eigenen Schiffen auch mit Feindländern tätigen zu können. Ich habe keinen Zweifel darüber gelassen, dass wir schweizerischen Handelsverkehr mit Feindländern künftig als ausgeschlossen betrachten."
  • 10) über Verrechnungsabkommen.


Brieftelegramm Deutsche Gesandtschaft (Köcher), teilweise Abschrift, 11.6.1940


KOPIE
nicht relevant (Schweizer Transit durch Italien)

Telegramm Mackensen, Rom, 26.6.1940


KOPIE
nicht relevant (betr. Schweizer Transit durch Italien)

Telegramm Clodius an Deutsche Gesandtschaft Bern, 20.6.1940


KOPIE
"Botschaft Rom ist ersucht, Italienische Regierung zu bitten, Durchfuhr von Kohle nach Schweiz zu unterbinden."

Hemmen (Vorsitzender der Deutschen Delegation) an AA Berlin, 26.6.1940


KOPIE
Schickt in der Beilage ein Protokoll, das von beiden Vorsitzenden der deutsch-schweizerischen Delegation am 22.6.1940 unterschrieben worden ist (betr. "Spezialkonto Kohle-Eisen Schweiz" und "Spezialkonto Sonderbezüge Schweiz". Protokoll liegt bei.

Telegramm Wiehl an Deutsche Gesandtschaft Bern, 9.7.1940


KOPIE
Bittet deutsche Verhandlungsdelegation, an der Forderung völliger Sperre der Ausfuhr nach den Feindstaaten festzuhalten.

Telegramm Hemmen, Koecher an AA, 1.7.1940


KOPIE
"Schweizer Delegation bittet erneut um beschleunigte Ergänzung Maschinenbestellisten nach Schweizer Lieferfirmen und Maschinentypen, damit Bestellungen von ihr beschleunigt werden können. [...]. Oberst Fiertz [sic] bittet um Entsendung militärischer Sachverständigenkommission mit Zeichnungen und Modellen, um auch Waffenlieferungen beschleunigt in Gang bringen zu können."

Brieftelegramm Deutsche Gesandtschaft Bern (Köcher) an AA Berlin (Sabatt [=Sabath], 4.7.1940


KOPIE
"Bei den Verhandlungen über die Aufhebung der Durchfuhrsperre wurde deutscherseits verlangt, dass die Schweiz ihre Ausfuhr nach den Feindsaaten völlig sperrt und die Ausfuhr nach den neutralen Staaten auf den Umfang der Ausfuhr im Jahre 1938 beschränkt. Die Schweizerische Delegation hat erklärt, dass sie die Ausfuhrsperre nach den Feindstaaten mit Rücksicht auf ihre Neutralität de jure nicht anerkennen könne, dagegen den deutschen Wünschen de facto durch Vereinbarung einer Liste solcher Waren zu entsprechen bereit sei." Betr. neutralen Staaten schlägt Schweiz eine Freiliste vor, womit Köcher einverstanden ist.

"Aufzeichnung" Hemmen, Wiesbaden, 9.7.1940


KOPIE
Über Verhandlungsverlauf. Deutsche Forderungen waren:
  • "1. Überweisung sämtlicher Guthaben auf  [xxx]konten in Bardevisen nach Berlin,
  • 2. Freie Wahl der Einkäufe auf Rumpfclearing,
  • 3. Wirkliche paritätische Behandlung mit Feindesstaaten bei Kriegsgerätelieferungen, d.h. Aufhebung des Bundesratsbeschlusses vom 14. Februar ds. Js.,
  • 4. Übertragung der laufenden holländischen, belgischen und norwegischen Kriegsgerätebestellungen, bezw. der dafür vorgesehenen Rohmaterialien und Fabrikationskapazitäten auf uns."

Zuerst nahm die Schweiz nur die erste Forderung sofort an, bei anderen war sie so zögerlich, dass Deutschland die Kohlensperre verhing. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen in Bern am 15.6.1940 ("nach erfolgter Niederwerfung Frankreichs") wurden Forderungen 3 und 4 angenommen "und durch Erlass einer absoluten Ausfuhrsperre für Kriegsmaterial und Überweisung von 28 Millionen Franken an die Reichsbank unverzüglich aufgeführt, und zwar auch ohne dass dafür einstweilen die Kohlensperre wieder aufgehoben wurde."
Hemmen könne sich für Aufhebung der Kohlensperre erst einsetzen, wenn
  • 1) für England bestimmte Aluminiumlieferungen gehen nach Deutschland
  • 2) Uhrenmaschinen, Uhren, Industriediamanten sollen unbeschränkt ausfuhrfrei werden
  • 3) die für den aktiven Veredelungsverkehr erforderliche Ausfuhr von Rohstoffen frei wird
  • 4) "bedeutende zusätzliche Bestellungen von Werkzeugmaschinen und Kriegsgerät sofort kurzfristig untergebracht werden können"; das dafür notwendige Material muss aus Schweizer Beständen untergebracht werden.
  • 5) Diese Bestellungen (plus "bedeutende Nahrungsmittellieferungen") gegen Kredit von 12 Millionen Franken.

Schweizer akzeptieren 2 und 3 "vorbehaltlos".
  • ad 1) ja, falls die Versorgung der Schweiz mit notwendiger Tonerde aus Italien, Deutschland, Frankreich sichergestellt ist
  • ad 4) Zusätzlichen Bestellungen "bis zur Höhe der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der schweizer Fabriken zugestimmt"; Bestellisten angefordert. Für England und Frankreich erstelltes Kriegsgerät wird Deutschland angeboten, "ein absolutes Ausfuhrverbot für Werkzeugmaschinen und Kriegsgerät nach Feindstaaten zugesichert".
  • ad 5) "haben die Schweizer die Einräumung eines Kredites zur Bezahlung der zusätzlichen Bestellungen [...] zugesagt" (ca. 80-90 Millionen Franken). "D.h. also für jede Tonne gelieferter Kohle erhalten wir einmal wertmässig gleichwertige Gegenleistungen und dazu den gleichen Wert noch einmal als Kredit gutgeschrieben zur Bezahlung der zusätzlichen Kriegsgerätebestellungen."

"Ich halte es für durchaus erreichbar, die Höhe des Kredits gemessen an den tatsächlich erfolgenden Kohlenlieferungen noch zu steigern und möglicherweise zu verdoppeln, bin aber der Meinung, dass wir weitergehende Forderungen, insbesondere also die Rücklieferung der Flugzeuge als Vorbedingung für die Wiederaufnahme der Kohlenlieferungen nicht stellen sollten."

Notiz Hemmen, Berlin 5.7.1940


KOPIE
Hat bei seinem Weggang aus Bern Seyboth die Verhandlungsführung übergeben. "Über die Grundzüge der Verlängerung des deutsch-schweizerischen Verrechnungsabkommens ist mehr oder weniger eine Einigung erreicht."
Forderungen etwa wie bei seiner "Aufzeichnung" vom 9.7.1940. Explizit wird dort auch vermerkt, dass die holländischen, belgischen und norwegischen Kriegsgeräte-Bestellungen in der Schweiz von Deutschland übernommen werden; zusätzlich ein Punkt (7) über Transferfragen und ein Punkt (8) über Reiseverkehr.
"Es bleiben schliesslich bei den jetzigen Verhandlungen übrig die Protektoratsregelung einschliesslich der Regelung der Zollangelegenheiten sowie die Regelung des Verhältnisses Schweiz-Polen. Ebenso bestehen Wünsche über einen baldige Wiederaufnahme des Handelsverkehrs der Schweiz mit Holland, Belgien und Frankreich."

Telegramm Seyboth, Köcher an AA Berlin, 8.7.1940


KOPIE
Es geht um zusätzliche Bezugsmöglichkeiten für Aluminium. "Von Wehrmacht geplante grosse Bestellungen an Munition und Maschinen sowie für landwirtschaftliche Erzeugnisse können aus voraussichtlichem Ertrag deutscher Warenausfuhr Schweiz nicht bezahlt werden. Schweiz bereit, Zahlung dieser zusätzlichen Lieferungen bis zur Höhe von 100 Mill. SFR sicherzustellen. Indem aus einem Kreditkonto bei Nationalbank schweizerische Verrechnungsstelle als Vorschuss Beträge erhält, die zur Ausführung entsprechender deutscher Zahlungsaufträge notwendig." Welche Mengen und Preise von Kohle.
"Ich habe mit allem Ernst auf völlige Abhängigkeit Schweiz von deutschen Kohlenlieferungen und Warenabsatz nach Deutschland hingewiesen und deshalb Vorschussbedingungen soweit sie nicht Kohlenlieferungen selbst betreffen abgelehnt.
"Wenn auch endgültiger Umfang zusätzlicher Heeresbestellung erst nach Abschluss Arbeiten der hier erwarteten Kommission Luftfahrtministeriums möglich, habe ich schon jetzt Erhöhung des Vorschusses auf 150 Mill SFR mit weiterer Steigerungsmöglichkeit im Falle eintretenden Bedarfs verlangt. Schweiz lehnt dies nicht ab, will aber Erhöhung von Kohlenbindung für längere Zeitdauer abhängig machen. [...]. Wegen der Verwendung etwaiger auf Clearingkonten entstehender Salden und der Tilgung des Vorschusses ist Schweiz mit einem von mir gemachten Vermittlungsvorschlag eines Pactum de Contrahendo einverstanden. Verzinsung des Vorschusses habe ich endgültig wegen Interesses Schweiz an Arbeitsbeschaffung und mangels Vorhandenseins deutschen Zinsschuldners abgelehnt."
"Durch Vorschussverfahren wird erreicht, dass wir bei Lieferung 100 Millionen Schweizer Franken Kohlen über den davon für die Wareneinfuhr normal zur Verfügung stehenden Betrag von 88 Millionen 200 000 Schweizer Franken hinaus, für 100 Millionen sofort Waren bestellen können. Kohlenlieferung 100 Millionen sicher, also Bezugsmöglichkeit für 188 Millionen 200 000 Schweizer Franken. In diesem Zusammenhang würde insbesondere Bezahlung der Aluminiumlieferung (12 000 tons Hütte aufgebracht 5 000 tons Aluminiumlegierung) über welche wir zur Zeit noch verhandeln sowie die beabsichtigten Heeresbestellungen, insbesondere des Luftfahrtministeriums, ermöglicht werden."
Bitten um Annahme der Vorschläge, denn: "Ablehnung meines Erachtens nicht möglich, wenn wir Kapazität der Schweiz sowohl im Verhältnis allgemein bekannten Clearingverkehrs, als auch für Lieferungen ausnutzen wollen."

"Vermerk" Sabath, 11.7.1940 (Herrn Direktor W. [= Wiehl ?] vorgelegt)


KOPIE
"Die Luftwaffe beabsichtigt, erhebliche Bestellungen an Flak nach der Schweiz zu legen [...]."
"Dieses Programm [die Bestellmenge] wird nicht durchzuführen sein, wenn wir nicht erheblich mehr Kohle und Koks an die Schweiz liefern, als es im Drahterlass vorgesehen ist. [...]. Es wird demnach von neuem zu prüfen sein, in welchem Lande unser grösseres Interesse liegt. Jedenfalls steht schon jetzt fest, dass die Schweiz keinesfalls mehr für uns so uninteressant ist, wie sie bei der letzten Aufstellung des Kohleprogramms eingeschätzt wurde."

Sabath an RWiM, RM für Ernährung und Landwirtschaft, RFM, Reichsbankdirektorium, OKW, 10.7.1940


KOPIE
Bittet um schnelle Weisungen. "Die Frage, ob die Kohlen geliefert werden können, wird noch geklärt. Die Verzinsung des Vorschusses ist nach Ansicht des Auswärtigen Amts abzulehnen."

Telegramm Wiehl an Deutsche Gesandtschaft Bern (zuhanden Verhandlungsdelegation), 12.7.1940


KOPIE
  • 1) Über Aufhebung Kohlensperre wurde noch nicht entschieden.
  • 2) Angeboten können nur folgende Mengen an Kohle ...
  • 3) dito betr. Kohlenlieferungen
  • 4) "Verkoppelung Kohlelieferungen mit sogenanntem Vorschuss bitte unbedingt ablehnen. Wir verlangen, dass Schweiz sich mit Entstehung eines zunächst nicht transferierbaren Guthabens bei Verrechnungskasse einverstanden erklärt, das zwischen 100 und 150 sfr [sic] liegen kann. Vorzeitige Befriedigung schweizer Gläubiger ist interne Angelegenheit Schweiz, die sie in erster Linie in eigenem Interesse vornehmen muss. Mit Ablehnung Kreditgedankens entfällt Verzinsung und Abzahlungsvereinbarung. Wie Transferierung Guthabens vorgenommen werden kann, muss Gegenstand späterer Vereinbarung bleiben. Bitte um Angabe über Inhalt beabsichtigten pactum de contrahendo."



Serial Number: 9877H


Seitennummer: E 639134 - 693137
Umfang: 4 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): Deutsche Gesandtschaft Bern. Kriegsmassnahmen in der Schweiz. Inhalt: Bericht Köcher (Listen in der Schweiz für Quislinge vorbereitet), ca. 20.4.1940
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9878H


Seitennummer: E693138 -693285
Umfang: 148 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Abt. W, Kriegsgerät Schweiz. Handel mit Kriegsgerät, Schweiz, 4/1937 - 8/1940
Einzelne Dokumente:


Serial Number: 9879


Seitennummer: E 693286 - 693290
Umfang: 5 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Abt. W (HaPol IIa), Transitgeschäfte, 11/1939-10/1940
Einzelne Dokumente: kopiert

Telegramm Mackensen, Rom, an AA Berlin, 26.6.1940


KOPIE
"Giannini antwortete, dass Italien mit der Schweiz im Interesse deutsch-italienischen Transitverkehrs über die Schweiz vereinbart habe, beiderseits Transitgüter für das andere Land durchzulassen. Demzufolge könne Italien etwaige Durchfuhren türkischer und jugoslawischer Kohlen nicht unterbinden. Italien stellt jedoch keine Transportmittel hierfür zur Verfügung, sodass Durchfuhrmöglichkeiten ohnehin minderwertiger Kohlen aus dritten Ländern über Italien für die Schweiz nur beschränkt möglich. Abgesehen von italienisch-schweizerischer Vertragslage, könnten auch etwaige italienische Sperrmassnahmen zu Schweizer Versuchen führen, Einfuhren über Marseille zu tätigen."

Sabath an Deutsche Gesandtschaft Bern, 28.6.1940


KOPIE
Informiert über das obige Telegramm vom 26.6.1940.


Serial Number: 9880


Seitennummer: E 693291 - 693321
Umfang: 31 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA HaPol IIa Schweiz; Handel Schweiz, 8/1936-8/1942
Einzelne Dokumente: fast vollständig kopiert

"Aufzeichnung betr. Schweiz. Sitzung des Regierungsausschusses am 18.4.d.J. im Reichswirtschaftsministerium" durch Schüller, 20.4.1940


KOPIE
  • Information über kommende Verhandlungen
  • Besprechung der Listen A (Blockadeliste), B I (Normalliste) und B II. "Der Ausschuss beschliesst, bei den kommenden Verhandlungen ohne Rücksicht auf die 40%ige Wertgrenze das Möglichste aus den Listen einschliesslich der Freiliste herauszuholen. Es bestehen grundsätzlich keine Bedenken, von der 40%igen Wertgrenze überhaupt abzugehen. Hemmen gibt bekannt, dass ein etwaiger Ausfall durch Bestellung von Kriegsmaterial bis zur Höhe von 24 Mio RM ausgeglichen werden kann."
  • "Das Reichswirtschaftsministerium ist auf Grund von Besprechungen innerhalb seines Hauses zu dem vorläufigen Ergebnis gekommen, dass ein Übergang von Verrechnungs- auf Zahlungsabkommen unzweckmässig erscheint." - "Da wir für rund 70 Mio RM mehr einführen als ausführen, wird vorgezogen, beim Verrechnungsabkommen zu bleiben, zumal da der Export eine absteigende Kurve aufweist. Sollte man zum Zahlungsabkommen übergehen, so käme eventuell Anwendung des holländischen Systems (Wegzug überschüssiger Devisen) in Frage. Wir müssten allerdings dann bei Rückständen unsererseits mit Devisen antreten, die dann nach den praktischen Erfahrungen vielfach nicht verfügbar sind, da sie inzwischen anderweitig verwendet wurden." - "Reichsbank (Rex) tritt für Einrichtung des Zahlungsabkommens ein [...]. Rex betont, dass die Reichsbank bisher bei Zahlungsabkommen stets mit etwa erforderlichen Devisen habe einspringen können."
  • Diskussion über Lieferung von Kohle und Eisen. "Gesandter Hemmen vertritt den Standpunkt, dass wir die Lieferung von Kohle an die Schweiz nicht verweigern können. Die Schweizer würden auch trotz der Frachtgewinne ihrer Bundesbahnen nicht bereit sein, jährlich 12 Mio t über den Gotthardt zu fahren, ohne selbst die ihnen vertraglich zugesagten 1,7 Mio t zu erhalten."
  • Bedingungen für Lieferungen von Kohle und Eisen: 1) "tatsächliche Belieferung im Rahmen der Normalliste"; 2) auf Verlangen Lieferung von Kriegsmaterial; 3) Herabsetzung der Lieferung von Kriegsmaterial an die Feindmächte auf gleiche Höhe mit den deutschen Bezügen". - "Gesandter hemmen ist der Auffassung, dass die Schweizer zu jedem Zugeständnis bereits sind, wenn deutscherseits die 3 Listen akzeptiert werden."


Notiz [ohne Signatur / Ersteller], 18.4.1940 [= Beilage zur "Aufzeichnung" Schüller, 20.4.1940 (siehe oben)], Titel: "Handhabung eines Zahlungsabkommens"


KOPIE
Über Unterschied Clearingabkommen und Zahlungsabkommen. "Bei einem Clearingabkommen werden die aufkommenden Ausfuhrerlöse auf den Clearingkonten angesammelt. Bei einem Zahlungsabkommen werden die frei eingegangenen Exporterlöse rechnerisch erfasst." Im weiteren folgt eine Erklärung, wie diese Erfassung geschehen kann.

2 Notizen [ohne Signatur / Ersteller; ohne Datum (ca. Mitte April 1940)] [= Beilage zur "Aufzeichnung" Schüller, 20.4.1940 (siehe oben)]


KOPIE
1) Titel: "Verteilung des deutschen Exportaufkommens in der Schweiz nach dem tatsächlichen Bedarf"
2) Titel: "Verteilung des deutschen Exportaufkommens in der Schweiz nach dem bisherigen Schlüssel"

Hemmen (Deutsche Gesandtschaft, Wirtschaftsabteilung) an Sabath (AA Berlin), Bern, 6.5.1940


KOPIE
Organisatorisches betr. die kommenden Verhandlungen. Nicht relevant.

Telegramm Hemmen / Koecher an AA Berlin, 10.5.1940


KOPIE
Hotz bittet um Verschiebung der Verhandlungen um 10 Tage, "einmal weil ihn italienische Verhandlungen und parlamentarische Aufgaben noch in Anspruch nehmen, dann weil beim Anlauf neuen schweizerischen Abkommens mit England und Frankreich in der Praxis Schwierigkeiten entstanden sind, die in der gemischten Kommission beseitigt werden müssen und weil endlich massgebliche Mitglieder seiner Delegation, die er nach Berlin mitnehmen möchte: Keller, Homberger und Laur noch nicht verfügbar sind. Da Hotz selber stark ermüdeten Eindruck macht und Ersetzung massgeblicher Mitglieder seiner Delegation durch zweite Garnitur angesichts der wichtigen zur Verhandlung stehenden Fragen nicht wünschenswert, bestehendes deutsch-schweizerisches Abkommen aber erst Ende Juni abläuft, erbitte dortiges Einverständnis [...]."

Telegramm Ritter an Deutsche Gesandtschaft Bern (für Hemmen), 11.5.1940


KOPIE
Mit Verschiebung "ungern" einverstanden. "Bitte bei dieser Gelegenheit aber zu erwähnen, dass wir hofften [sic], dass in dieser Verschiebung nicht ein Anzeichen für eine absichtlich dilatorische Behandlung zu sehen sei.
Schweizerische Regierung dürfe sich nicht darauf verlassen, dass gegenwärtige Abmachungen noch bis Ende Juni laufen. Wir hätten den Eindruck, dass durch Vereinbarungen der Schweiz mit Frankreich und England, dass durch frühere Vereinbarung hergestellte Gleichgewicht stark zu Ungunsten Deutschlands gestört worden sei. Wir könnten diesen Zustand nicht lange anstehen lassen, ohne ihn gegebenenfalls von uns aus zu korrigieren. Um dies zu vermeiden, sei es notwendig, dass Verhandlungen schnell geführt werden."

Reichswirtschaftsminister (als Briefkopf; im Auftrag Seyboth) an AA (Sabath), 28.6.1940


KOPIE
Einverstanden mit (vorläufigem) Verhandlungsergebnis. Hat einige Bemerkungen zur verstärkten Lieferung von Kriegsmaterial und Maschinen: "Bezüglich der Beisetzung von Stahl, Zink und chemischen Materialien zur Herstellung von Munition sollte man aus grundsätzlichen Erwägungen zunächst Zurückhaltung üben und der erbetenen Bestellung erst dann nähertreten, wenn sich herausstellt, dass sonst die Lieferungen nicht zu erhalten sind." Falls dies so sein sollte, müssen diese Beisetzungen zu Lasten der Wehrmacht gehen."

"Vermerk betr. Sitzung des deutsch-schweizerischen Regierungsausschusses im Reichswirtschaftsministerium am 23.7.1940" durch Schüller, 23.7.1940


KOPIE
  • 1) Kohle. Schweizer Delegation mit deutschen Angebot betr. Steinkohle zufrieden, erbittet aber Erhöhung bei Koks und Braunkohlenbriketts. Deutsche Delegation: falls möglich, dann ja.
  • 2) "Auf eine Verkoppelung der Kohlenlieferung mit dem sogenannten Vorschuss wird von der Schweizer Delegation verzichtet."
  • 3) Kreditfrage: "Die Schweizer sind bereit, soweit wie möglich entgegenzukommen. Als vorläufige Höchstgrenze werden von schweizer Seite 150 Mio frs genannt. Im Falle einer von uns gewünschten Überschreitung soll erneut über die Frage gesprochen werden. Von den 150 Mio frs sollen etwa 100 Mio auf Kriegsmaterial und der Rest auf sonstige Waren entfallen."
  • 4) "Zinsfrage. Die Schweizer Delegation erklärt, dass die Verzinsung des Vorschusses zu Lasten der Schweiz gehe."
  • 5) "Über das pactum de contrahendo, über Billigung des Vorschusses pp. glaubt die Schweizer Delegation, dass eine Einigung leicht zu erzielen sei."
  • 6) Belgien und Holland. Schweizer einverstanden mit Telegramm der Verrechnungskasse [Inhalt unbekannt]. "Sie wünscht ferner dringend über die Regelung des Wirtschaftsverkehrs mit Belgien und Holland mit uns zu sprechen."
  • 7) "Wertgrenzen. Mit unserem Vorschlag, betreffend Herabsetzung der Wertgrenzen ist die Schweizer Delegation nicht einverstanden. Sie betont deren Wichtigkeit für gewisse schweizer Industrien gerade im gegenwärtigen Augenblick und wünscht weiteres Entgegenkommen. Über diese Frage soll erneut gesprochen werden."
  • 8) a) Handel mit Frankreich und England: "Die Schweizer Delegation erhebt lebhaften Widerspruch gegen das von uns verlangte Verbot des Handels mit England. Sie wendet ein, dass die Annahme dieser Bedingungen für einen neutralen Staat kaum tragbar sei. Praktisch finde ein Handel mit England ohnehin fast garnicht mehr statt, ausser in einigen, wie Hotz bemerkte, unbedeutenden Sächlein. Hotz und Homberger betonten, dass die Lage in Mitteleuropa auch mal wieder eine andere sein könne und ihnen nachträglich Vorwürfe wegen unneutraler Haltung gemacht werden könnten. Seyboth wies darauf hin, dass sie sich ja bereits von den Engländern in die englische Blockade hätten einspannen lassen. Diese Bemerkung rief heftigen Einspruch seitens der Schweizer Delegation hervor. Aus den mehrfachen Äusserungen der Mitglieder der Delegation ging eindeutig hervor, dass die Schweizer sich über die wirklichen Verhältnisse noch keineswegs im klaren sind. Es war deutlich zu erkennen, dass sie später erhebliche Schwierigkeiten von englischer Seite befürchten." Seyboth will von deutschen Forderungen nicht abweichen. - b) Handel mit Neutralen. [nicht relevant]
  • 9) Tonerde. [nicht relevant]
  • 10) Werkzeugmaschinen. Schweizer Delegation übergab Antwort auf deutsche Wunschliste (OKW). "Eine vorläufige Durchsicht ergab, dass die Lieferbedingungen zum Teil reicht ungenügend sind. Hinsichtlich eines Teilobjekts [...]. Die Erfüllung dieses Auftrags [= Teilobjekt] würde also 8 Jahre erfordern."



Serial Number: 9881


Seitennummer: E 693322 - 693324
Umfang: 3 Seiten (effektiv nur 1)
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA HaPol IIa Schweiz, Rohstoffe und Waren: Kohle Schweiz, 10/1939-8/1943
Einzelne Dokumente: Einziges Dokument kopiert

Telegramm Wiehl an Hemmen, 8.7.1940


KOPIE
  • "Mit Bezug auf unsere Besprechung bei Staatssekretär Neumann wegen etwaiger Verknüpfung Kohlelieferungen mit Flugzeugen bei Schweizer Verhandlungen bitte um kurze Aufzeichnung, aus der sich ergibt wie Schweiz bei diesen Verhandlungen bereits angefasst und welche Zugeständnisse dadurch auch ohne solche Verknüpfung schon erreicht wurden."



Serial Number: 9882


Seitennummer: E 693325 - 639481
Umfang: 157 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Pol I Luft. Grenzverletzung durch Flugzeuge
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9883


Seitennummer: E 693482 - 693484
Umfang: 3
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Marokko 4/1940-3/1943
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9884H


Seitennummer: E 693485 - 693524
Umfang: 40 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Abt. W Verträge Türkei. Sonderabkommen über Warenverkehr Deutschland-Türkei (25.7.1940); Protokoll 1,2 und 3 zu obigem Abkommen.
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9885H


Seitennummer: E 693525 - 693530
Umfang: 6 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): Deutsche Botschaft in der Türkei. Wirtschaftliche Beziehungen Deutschland - Türkei [o.D.]
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9886


Seitennummer: E 693531 - 693535
Umfang: 5 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): Deutsche Botschaft in der Türkei. Wirtschaftliche Beziehungen Deutschland - Türkei [o.D.]
Einzelne Dokumente: nicht relevant


Serial Number: 9887H


Seitennummer: E 693536 - 693573
Umfang: 38
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): Deutsche Botschaft Paris. Informationstelegramme 1939
Einzelne Dokumente: nicht relevant

Serial Number: 9888


Seitennummer: E 693574 - 693577
Umfang: 4 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA Büro Staatssekretär. Aufzeichnung Staatssekretär über Interna... 1/1940-6/1941
Einzelne Dokumente: nicht relevant

Serial Number: 9889


Seitennummer: E 693578 - 693581
Umfang: 4 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA HaPol IV Schweden; betr. Schweden, 3/1940-8/1940
Einzelne Dokumente: nicht relevant

Serial Number: 9890


Seitennummer: E 693582 - 693592
Umfang: 11 Seiten
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): AA HaPol IV Schweden; Handel Schweden
Einzelne Dokumente: nicht relevant
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