Language: ns
1935 - 1942
AfZ; NARA RG 242 T 120 / MF 1990
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english):
________________________

AfZ NARA RG 242 T 120 / MF 1990

Serial Number: 4050 H


Seitennummer: E 064326-064837
Umfang: 511 S.
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): Handelspolitische Abteilung, Handakten Wiehl, Schweiz, Bd. 7, 12/1935 - 11/1939. Ergänzungen zu Serial 2424. - Inhalt: Verhandlungen über deutsch-schweizerische und internationale Wirtschaftsbeziehungen; deutschfeindliche Schweizer Presse 1936; Repatriierung schweizerischer Militärpflichtiger 8/1939.
Kurzbeschrieb: Einiges kopiert; unten nur teilweise exzerpiert. NICHT kopiert: Erklärung Deutschlands betr. Durchfuhr von Nahrungsmitteln nach der Schweiz (im Kriegsfalle); österreichische Anleihen in der Schweiz; vor Sommer 1938 nichts kopiert (504-837) ausser HPA;
Allgemein: gute Dokumentation über Verhandlungen 1935-1938.

Einzelne Dokumente:


Telegramm Köcher an AA Berlin, 15.10.1939


[KOPIE]
"Um sich hier bietende landwirtschaftliche Einkaufsmöglichkeiten sofort ausschöpfen zu können, ist mangels vorhandener sofortiger Zahlungsmöglichkeiten die Schaffung eines beweglichen Kredits nötig. Trotz bedeutender Liefermöglichkeiten zögert schweizer Landwirtschaft Abschlüsse zu tätigen, solange nicht Bezahlung sichergestellt ist und es besteht Gefahr, dass wir bei weiterem Zögern jetzt vorhandene Einkaufsmöglichkeiten verlieren."


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 25.9.1939 (Nr. 31) [HPA]


[KOPIE]
"1. Schweiz
Landger. Rat Janke berichtet über die Schwierigkeiten, denen unsere Delegation in Bern bei ihren Verhandlungen mit den Schweizern begegnet ist. Auf unsere durch konkrete Vorschläge bewiesene Bereitwilligkeit zur Fortsetzung normalen Warenverkehrs ist schweizerische Delegation nur zögern eingegangen."


Telegramm Wiehl an AA Berlin, 25.9.1939


[KOPIE]


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 18.9.1939 (Nr. 30) [HPA]


[KOPIE]
"1. Schweiz: Gesandter Hemmen hat der Schweizerischen Regierung vorgeschlagen, den zurzeit zu ihren Gunsten bestehenden Saldo von 65 Mill. sfrs als Regierungsdarlehen zu sterilisieren und neue Abrechnungskonten zu eröffnen. Die Schweizerische Regierung hat zu dem Vorschlag noch keine Stellung genommen."
Weiter über Spanien.


Hemmen an Wiehl, 8.9.1939


[KOPIE]
Berichtet über Verhandlungen mit der Schweiz, v.a. auch über die Stimmungslage. Schweiz sei sehr zurückhaltend, die Stimmung sei gegen Deutschland. Schweizer Kriegswirtschaft ist erst im Aufbau. Man will nicht nach Deutschland liefern (weil Deutschland mit 65 Mio. Fr. verschuldet ist). Janke [?] ist ein Scharfmacher, während Hemmen und findet, es sei "ein zähes, aber ruhiges und verständigungsbereites Verhandeln am Platze, weil eine Verschärfung der Stimmung und gar ultimatives Verhalten die Schweizer bramsig machen würde und sie in die Arme der Franzosen und Engländer treiben". BR Obrecht wünscht die häufige Anwesenheit Hemmens, "denn er hielte [sic] einen ständigen ja täglichen persönlichen Kontakt mit meinem 'Partner' Hotz für unbedingt notwendig".


Hemmen an Wiehl, 8.9.1939


[KOPIE]
Bericht über die kriegswirtschaftlichen Arbeiten bei der Gesandtschaft, u.a. Organisatorisches und Personelles.


Telegramm Hemmen / Koecher an AA Berlin, 7.9.1939


[KOPIE]
siehe MF 1960.


"Aufzeichnung" Hemmen, 25.7.1939


[KOPIE]
Anlass: Abschluss des Deutsch-Schweizerischen Verrechnungsabkommens. Guter, 6seitiger Überblick.


"Aufzeichnung" Hemmen, 14.7.1939


[KOPIE]
über die Verhandlungen betr. Verlängerung des deutsch-schweizerischen Verrechnungsabkommens vom 30.6.1938


Telegramm Hemmen / Koecher an AA Berlin, 6.7.1939


[KOPIE]
siehe MF 1960.


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 30.5.1939 (Nr. 18) [HPA]


[KOPIE]
zu Schweiz nur kurze Bemerkung über die laufenden Verhandlungen.


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 26.4.1939 (Nr. 15) [HPA]


[KOPIE]
zur Schweiz kurze Bemerkung über die laufenden Verhandlungen.


Notiz Wingen, "Aufzeichnung über das Ergebnis der deutsch-schweizerischen Wirtschaftsverhandlungen, 5.12.1938


[KOPIE]
über das Ergebnis der Verhandlungen. Umfassender, 10seitiger Bericht.


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 14.10.1938 (Nr. 22) [HPA]


[KOPIE]
nur wenig zur Schweiz.


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 5.8.1938 (Nr. 18) [HPA]


[KOPIE]
Viel zur Schweiz. Thema: österreichische Schulden.


Notiz Wingen, "Aufzeichnung über das Ergebnis der deutsch-schweizerischen Wirtschaftsverhandlungen", 4.7.1938


[KOPIE]

Es geht um:
- Verlängerung des Verrechnungsabkommens
- Eingliederung Österreichs
Abschluss am 30.6.1938. "Die Verhandlungen, die am 7. April begannen, waren auch diesmal wieder schwierig und langwierig und wurden durch eine Forderung der Schweizerischen Delegation auf dem Warengebiet bis dicht an den Abbruch herangeführt."
Ansonsten Zusammenfassung des Abkommens.


Notiz Clodius, 20.6.1938


[KOPIE]

Es geht um einen Brief Obrechts an v. Bibra vom 8.6.1938, der von Clodius kommentiert wird (Thema u.a. Meinungsverschiedenheiten Hotz und Obrecht).


Dinichert an Ribbentrop, 20.5.1938


[KOPIE]

Thema: Schweiz und Völkerbund bzw. Neutralität (Teilnahme der Schweiz an Massnahmen des Völkerbundes).


Rippentrop an Frölicher, 21.6.1938


[KOPIE]

Antwort auf obigen Brief


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 13.5.1938 (Nr. 10) [HPA]


[KOPIE]

zu Schweiz: betr. Österreich (Aufnahme in die Zollgrenzen des Deutschen Reiches)


Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 8.6.1936 (Nr. 8) [HPA]


[KOPIE]

Wohlthat berichtet von Treffen Schacht mit Schweizer Regierungsmitgliedern (keine weiteren Erklärungen).




Serial Number: 4050 H [wie oben]


Seitennummer: 064838-065023
Umfang: 185 S.
Bemerkung (Karteikarte AfZ, paraphrasiert - meist aktenproduzierende Stelle plus Dossiertitel bzw. Inhaltsangabe): Handelspol. Abt. Handakten Wiehl, Schweiz, Bd. 8, 1/1949 - 8/1942, AA Ha Pol Paket 38. - Inhalt: Deutsch-schweizerische Wirtschaftsbeziehungen, u.a. Emil Georg Bührle August 1942 (824ff.); Dr. Leo Kellers Plan für Zentralstelle für europäische Energieplanung und -ausgleich 8/19? (839). - Fortsetzung next Film (1991).

Kurzbeschrieb:
das meiste kopiert; NICHT kopiert: offizielle Texte (22.5.1942, 19.5.1942).

Einzelne Dokumente:


Telegramm Koecher an AA Berlin, 26.8.1942


[KOPIE]

Betr. Firma Schwob Frères u. Co., Firma Tavannes sowie: Record Watch Co. SA (Tramelan), Silvana AG (Tramelan), W. Siegrist u. Cie. (Grenchen), Gebr. Gueggi AG (Grenchen). Die vier letztgenannten Firmen haben britische Interventionen abgelehnt.


Wiehl, "Aufzeichnung betr. Besuch des Schweizerischen Nationalsozialisten Dr. Max Leo Keller, früher in Zürich, jetzt in Berlin", [August 1942]


[KOPIE]

Wiehl hat Keller am 21. zu einer Besprechung empfangen.
"Er entwickelte den in seinem Aufsatz vom 5/11. Juli im einzelnen ausgeführten Gedanken der Schaffung einer Zentralstelle für europäische3 Energieplanung und Energieausgleich mit der Aufgabe, die in verschiedenen europäischen Ländern, insbesondere in der Schweiz, noch unausgenutzten und ausbaufähigen Energiequellen für die Interessen der deutschen und der europäischen Wirtschaft dienstbar zu machen. [...]. Deutschen Wünschen nach engerer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Energiewirtschaft habe sich die Schweiz bisher wohl teils aus Furcht vor wirtschaftlicher Abhängigkeit, teils aber auch aus politischen, von den Feindmächen unterstützten Erwägungen ablehnend gegenüber verhalten. Angesichts der erheblichen schweizerischen Bezugswünsche (Eisen, Kohle) biete die schweizerische Energie ein wertvolles Tauschobjekt."
Keller bietet die Ausarbeitung eines Programms an, bittet, seine Gedanken dem Reichsaussenminister vortragen zu dürfen. Er habe seinen Plan bereits Todt und Speer vorgetragen und Billigung erfahren (dies wird von Wiehl allerdings bezweifelt).


Notiz Seyboth, "Stand der deutsch-schweizerischen Besprechungen", 21.8.1942


[KOPIE]

über Kohle, Eisen, Gegenblockade und Neukredit, Geleitscheine.
"Die Schweiz verlangt für die Lieferung einer Reihe von uns dringend gebrauchter elektrischer Maschinen, die ursprünglich für Russland bestimmt waren und bereits mehr oder weniger fertiggestellt sind, den Ersatz des darin enthaltenen Kupfers." Wird von Deutschland abgelehnt.


Schüller, "Vermerk betr. Besuch der schweizerischen Delegation", 20.8.1942


[KOPIE]

allgemeines über die Verhandlungen.
"Die Delegation zeigte übrigens in den letzten Tagen ein auffallendes Interesse an ungehindertem Warenaustausch mit Südosteuropa. Ihr Vorstoss wurde eingeleitet mit dem Vorwurf, Deutschland benutze entgegen früherer Zusage das Geleitscheinsystem zu handelspolitischen Zwecken, d.h. um die Schweiz von den Südostmärkten auszuschalten. Die Delegation behauptete, dass durch die ohnehin geringfügigen Bezüge der Schweiz dorther das anerkannte Vorrecht Deutschland nicht beeinträchtigt werde. [...] Die Schweiz lege, wie bereits anlässlich der Mineralölverhandlungen betont, auf Fortsetzung des unmittelbaren Warenaustauschs mit dem Südosten grossen Wert. Ges. Clodius habe dieses Recht grundsätzlich anerkannt."
Dann Notizen über eine interne Besprechungen (der Deutschen) über ihre Warenwünsche im Wehrwirtschaftsamt und im RWM.


Tannenberg, "Aufzeichnung" für Wiehl, 12.8.1942


[KOPIE]

Über die Frage, wie sich Seyboth dazu stelle "dass Ges. Clodius der Italienischen Regierung vorschlägt, die Zustimmung zur Lockerung der Gegenblockade der Zustimmung der Schweizern Regierung zur Erhöhung der Kredite an Italien abhängig zu machen".
Über rumänische Flakbestellungen in der Schweiz. Deutsche haben Angst, dass Rumänen Ware direkt in die Schweiz liefern, um mit den erhaltenen Devisen selbst wieder einkaufen zu können.
Zur Clearingmilliarde:
"Er [Seyboth] erklärte, dass auf Grund der uns bewilligten Kreditgrenze von 850 Millionen sfrs. bereits Devisenbescheinigungen in Höhe von insgesamt 715 Millionen endgültig erteilt und den Schweizern notifiziert worden seien. Darüber hinaus seien der Wehrmacht und anderen Stellen Devisenbescheinigungen zur Verfügung gestellt worden, die bei voller Ausnutzung die Kreditgrenze um etwa 250 Millionen überschreiten würden. Auf jeden Fall sei der Kredit bereits heute voll in Anspruch genommen, sodass effektiv keine Mittel für die Einbeziehung des rumänischen Auftrags in das deutsch-schweizerische Clearing zur Verfügung ständen."
"Eine neue Sachlage würde sich ergeben, wenn sich die Schweizer zu der von uns gewünschten Krediterhöhung verstehen würden. Im Rahmen einer angemessenen Kreditausweitung würde die rumänische Flakbestellung voraussichtlich in das deutsch-schweizerische Clearing einbezogen werden können."


Notiz Clodius für Wiehl, o.D. [August 1942]


[KOPIE]

Rumänien will Kriegsmaterialbestellungen bei Firma Oerlikon 43 Millionen und bittet Deutschland um Genehmigung. Rumänien müsse entweder durch Vermittlung Deutschlands einen Kredit bekommen [Clearingkredit durch die Schweiz?] oder der Schweiz Waren verkaufen, die dann Deutschland nicht kaufen könne.
"Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir durch energisches Auftreten gegenüber der Schweiz dafür sorgen müssen, dass dieser Betrag in den neuen Kredit der Schweiz für Deutschland einbezogen wird. Die von Herrn Hemmen und Herrn Seyboth aus Sorge [handschriftlich korrigiertes Wort, unleserlich] ein energisches Auftreten der Schweiz gegenüber angeführten Gründe halte ich in keiner Weise für stichhaltig. Bei der heutigen politischen Lage in Europa kann es keine ernste Schwierigkeiten bieten, die Schweiz zu zwingen, den Deutschland einzuräumenden neuen Kredit um den verhältnismässig geringfügigen Betrag von 43 Mill. Schweizer Franken zu erhöhen."


ohne Signatur [wahrscheinlich Schüller], "Vermerk. Besprechung mit der Schweizerischen Delegation am 8. August im Wehrwirtschaftsamt bei Generalmajor Becker", 8.8.1942


[KOPIE]

anwesend (Deutschland):
Generalmajor Becker
Oberstleutnant Troitzsch, Knapp, Sommer
MR Seyboth
R.R. Schaafhausen [sic]
LR Schüller
(Schweiz):
Hotz, Homberger, Kohli, Zehnder
"Dr. Hotz führte aus, dass nach dem Ergebnis der Londoner Verhandlungen die Schweiz mit Wiederfreigabe der Zufuhr von industriellen Rohstoffen und Futtermitteln und Fortsetzung der Einkäufe in Brotgetreide, Ölen und Fetten aus Übersee nur rechnen könne, wenn sie den Engländern auf dem Gebiete der Gegenblockade gewisse Erleichterungen deutscherseits vorweisen könne."
"Direktor Homberger unterstrich nochmals die schwierige Lage in der sich die neutrale Schweiz befinde und wies auf die Druckmittel hin, die England in der Hand habe. Die bisherige Ruhe vor englischen Fliegern könne eines Tages aufhören. Auf den Einwurf von Oberstleutnant Troitzsch, dass dann für die Schweiz der Anlass gegeben sei an deutscher Seite in den Krieg einzutreten, fuhr Homberger u.a. fort: "........... England kann auf unsere Neutralitätspolitik zählen und braucht nichts zu riskieren ..........."


Wiehl zuhanden von Weizsäcker, "Vermerk über den Besuch der schweizerischen Delegation, bestehend aus den Herren Dr. Hotz, Dir. Dr. Homberger und L.R. Kohli", 7.8.1942


[KOPIE]

Homberger besorgt wegen Schwierigkeiten bei Kohlen- und Eisenlieferungen. Wiehl sagt, es sei eine Störung vorübergehender Natur und bittet dies "als Beitrag der Schweiz im Kampf gegen den Bolschewismus hinzunehmen. Dir. Homberger erging sich in temperamentvollen Ausführungen über die Rechtslage. Seine Andeutungen über mangelnde Vortragstreue, infolge derer sich die Schweiz 'verraten' und 'betrogen' fühle, habe ich mit aller Schärfe zurückgewiesen."
Bei gemeinsamen Besprechung der Delegation meint diese: "Die langfristigen Zusagen von Kohle und Eisen (18 Monate) haben gerade ermöglicht, das Kreditabkommen gegen stärkste Widerstände im Bundesrat durchzudrücken. Dies sich bei einer Kürzung dieser Lieferungen bei gleichzeitiger Erneuerung des Kreditabkommens ergebende Störung des Gleichgewichts zwischen Kreditausweitung und Warenangebot beschwöre die Gefahr einer Inflation herauf. Aussenpolitisch seien die deutschen Lieferungen das stärkste Argument gegen die englischen Vorwürfe wegen Belieferung der Achsenmächte mit kriegswichtigen (geleitscheinpflichtigen) Waren und Kriegsgerät gewesen. Einer Ausfuhr solcher Waren an die Achsenmächte 1941 im Werte von 278 Mio schw. Fr. stehe nur eine solche im Werte von 10,5 Mio Schw. Fr. an die Feindmächte im gleichen Zeitraum gegenüber. Für das erste Halbjahr 1942 sei das Verhältnis sogar 166 Mio zu 1,7 Mio.
"Die Delegation wurde von St.S. Landfried erneut gebeten, die Schwierigkeiten als vorübergehend zu betrachten und weniger vom kommerziellen Standpunkt aus anzusehen, als vielmehr als Beitrag im gemeinsamen Kampf gegen den Bolschewismus auf sich zu nehmen."


Notiz, ohne Signatur, M. D. Wiehl vorgelegt "Betrifft: Deutsch-schweizerischer Wirtschafts-Bespr.-Besuch Hotz-Homberger" (KOPIE)


[KOPIE]

Kohle: Frage, wieweit Deutschland verpflichtet sei, die vereinbarte Kohlenlieferungen einzuhalten. Es handle sich dabei um privatwirtschaftliche Verträge, welche die Genehmigung des RWM bedürfen (Klausel: "Lieferungsmöglichkeit vorbehalten"): "Praktisch ist also die Entscheidung über eine Lieferverpflichtung völlig in unsere Hand gegeben."
Eisen: Monatskontingent für die Schweiz von 13500 Tonnen Eisen. "Es bestehen also keine Lieferverträge, sondern lediglich ein Kontingent." Rückstände betragen zurzeit rund 100'000 t.
"Bemerkenswert ist, dass die Schweizer nicht von einer etwaigen Kündigung des Abkommens gesprochen haben, wohl deswegen, weil sie wissen, dass sie dann keine Tonne Eisen und Kohle mehr von uns erhalten." Dies obwohl das Rahmenabkommen über den Verrechnungsverkehr vom 9.8.1940, Artikel VIII eine solche Möglichkeit ausdrücklich bietet (wird zitiert).



Telegramm Koecher an AA Berlin, 1.8.1942


[KOPIE]

Hotz teilte mit: "Schweiz könne Kürzungen unter keinen Umständen hinnehmen und werde - falls eine Einigung nicht erzielbar - Folgerungen hinsichtlich Ausnutzung laufenden 850 Millionen-Kredits zeihen müssen. Sie sei sich der Schwere der damit auf sie fallenden Verantwortung, insbesondere im Hinblick auf etwaig deutsche Gegenmassnahmen, voll bewusst."


Telegramm Sonnleithner an Wiehl, 31.7.1942


[KOPIE]

Reichsaussenminister bittet, Dr. Keller "sehr freundlich zu empfangen und über die Absichten Dr. Kellers zu berichten, insbesondere ob die Ideen Dr. Kellers mit wirtschaftlichem Nutzen verwirklicht werden können." Er wolle selbst ebenfalls Keller empfangen.


"Vermerk" Wiehl, 28.7.1942


[KOPIE]

vgl. AfZ; NARA RG 242 T 120 / MF 185.


Wiehl, Protokoll der Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses vom 24.7.1942 [HPA], 25.7.1942


[KOPIE]

Themen:
1) Deutsch-Schwedische Wirtschaftsverhandlungen
2) Deutsche Kohlenlieferungen an Dänemark
3) Deutsch-Schweizerische Wirtschaftsbesprechungen: Diskussion über Krediterhöhung und Rückgang der deutschen Kohlen- und Eisenlieferungen.
"Ministerialrat Seyboth führt ferner aus, dass ausser den bereits erteilten weiteren Wehrmachtsaufträgen von 85 Millionen Reichsmark zusätzliche Bestellungen bis auf weiteres in der Schweiz nicht untergebracht werden könnten. Hierzu teilt Oberstleutnant Detzner mit, dass das Oberkommando der Wehrmacht in den letzten Tagen in Aussicht genommen habe, weitere umfassende Aufträge nach der Schweiz zu verlagern. Das Oberkommando der Wehrmacht wird gebeten, hierüber zunächst den Handelspolitischen Ausschuss zu unterrichten und dabei anzugeben, welche Aufträge beschleunigt untergebracht werden müssen und mit welchen Aufträgen einige Zeit gewartet werden kann. Wenn dringende Aufträge noch vor September placiert werden müssten, so sollen die Gründe dafür angegeben werden."
Japan hat bei der Reichsbank 50 Millionen Fr. angefordert (nachdem sie erst gerade 10 Mio. aufgenommen habe).
4) Festsetzung der Kohlen- und Eisenausfuhr


Vermerk Wiehl, 23.7.1942


[KOPIE]

Zehnder teilt mit, "dass es mit den Kohlenlieferungen nach der Schweiz gegenwärtig sehr schlecht stehe".


Telegramm Hemmen / Koecher an AA Berlin, 23.7.1942


[KOPIE]

vgl. AfZ; NARA RG 242 T 120 / MF 185.


Telegramm Wiehl an Deutsche Gesandtschaft Bern, ohne Datum (Juli 1942)


[KOPIE]

Falls keine andere Lösung gefunden wird, soll man sich dem italienischen Vorgehen gegenüber Tavannes Watch & Co. und ihrer Vertriebsfirma Schwob frères anschliessen:
"a) der Firma Tavannes zu eröffnen, dass ihre gesamten Erzeugnisse auch deutscherseits von der Ausfuhr ausgeschlossen würden, wenn sie bei ihrer bisherigen Weigerung verharre.
b) die Schweizerische Regierung davon zu unterrichten, dass wir die Erzeugnisse der schweizerischen Uhren- und auch der feinmechanischen Industrie solange auf die Geleitscheinliste setzen würden, als es ihr nicht gelänge, die englische Beeinflussung schweizerischer Firmen zu verhindern.".


Telegramm Hemmen, Paris, an AA Berlin, 10.7.1942


[KOPIE]

Zahlen der deutschen Kohlenlieferungen nach der Schweiz. Verhandlungen der Schweiz mit England laufen schlecht, so dass der Zeitpunkt für deutsche Besprechungen günstig sei.
Deutsche sollen Kohlen- und Eisenlieferungen auch für nach 1942 versprechen (allerdings ohne Mengenversprechen!) und Erhöhung der Verschuldungsgrenze im Clearing verlangen.
"Eine solche grundsätzliche Verständigung scheint schon jetzt wichtig, damit der nach den Berichten der Gesandtschaft Bern sich in schweizer Industriekreisen immer mehr geltend machenden Beunruhigung [...] entgegengewirkt werden kann. Das scheint umso nötiger, als die Engländer (Lomax) diese Unruhe für sich auszunutzen bestrebt sind."
Deutschland will 85 Mio. Fr. Wehrmachtsaufträge unterbringen. Clearinggrenze ist zwar noch nicht erreicht, dennoch kann es bald zu Problemen kommen (vgl. dort).


Telegramm Kordt an AA Berlin, 7.7.1942


[KOPIE]

Über die Firma Tavannes Watch Co. als Unterlieferant von Tavaro, Genf. Sie hat Erneuerung des Auftrages für deutsche Zünderteile (Platinen) abgelehnt (auf britischen Druck hin).


Notiz Sabath zuhanden Wiehl, 10.6.1942


[KOPIE]

Über den Briefverkehr Schweiz durch Frankreich: es sind kaum mehr Briefe mit kriegswichtigen Waren gefunden worden (Zünderteile). Uhrensteine hat man überhaupt nicht gefunden. "Wir sind uns jedoch darüber klar, dass eine Versorgung der Feindstaaten mit Uhrensteinen und Zünderteilen auch weiter erfolgt, und zwar über die Kurierpost."
"Überdies wird ein Schmuggel so lange nicht als eine antideutsche schweizerische Haltung zu bezeichnen sein, als nicht die Schweizerische Regierung nachweisbar dessen Schmuggel fördert."


Notiz Sabath, 6.6.1942


[KOPIE]

"Bei Ha Pol IIa befinden sich keine Vorgänge, mit denen eine antideutsche schweizerische Haltung bewiesen werden könnte. In den Wirtschaftsverhandlungen gab es regelmässig Gegensätze, die aber in der besonderen wirtschaftlichen Lage der Schweiz ihre Begründung finden. Sie muss gleichzeitig mit den Feindstaaten und uns nach einem Modus vivendi suchen. Sie hat auch das Geleitscheinverfahren hingenommen, wenn sie auch eine aktive Mitwirkung abgelehnt hat. Dies hat sie aus staatsrechtlichen Bedenken abgelehnt. Gleichzeitig hat sie sich aber auch gegen das unmittelbare Eingreifen englischer Konsulate gewandt."
[Dies war eine Antwort auf eine Aufforderung des Reichsaussenministers, alle Vorgänge, "aus denen eine antideutsche schweizerische Haltung hervorgeht".]


Telegramm Köcher an AA Berlin, 8.5.1942


[KOPIE]

vgl. AfZ NARA RG 242 T 120 / MF 185.


Telegramm Koecher an AA Berlin, 24.4.1942


[KOPIE]

über die Firmen Alien Property Custodian, Magnesium Development Corporation, Aluminium Company of America, IG Farben und die Personen Dr. Karl Bosch und Dr. Hermann Schmitz. Beschlagnahmung von Aktien der General Aniline durch Secretary of Treasury.


"Vermerk" Sabath, 7.4.1942


[KOPIE]

Über eine geplante Erklärung der Deutschen gegenüber den Schweizern, dass man Kohlelieferungen erfüllen wolle.


Sabath, "Aufzeichnung betr. Kohlelieferungen an die Schweiz", 2.4.1942


[KOPIE]

Hinweis auf Unterredung Schweizerischer Gesandter mit Wiehl (25.3.1942) über die "Lieferung von zusätzlich 25 Lokomotiven". Es wird vermutet, dass dies nicht möglich sei, weil die Schweiz nicht mehr einen genügenden Reservebestand hätte.
Schweizer Gesandte macht darauf aufmerksam, dass dt. Kohlenlieferungen im Rückstand sind, obwohl das Reich viel mehr liefern könnte. Schweiz könne statt 2 auch 4 Transportzüge zur Verfügung stellen.


Telegramm Koecher an AA Berlin, 30.3.1942


[KOPIE]

Schweizer (Hotz) kommen auf Kohlenfrage zu sprechen. Sie haben erfahren, dass leere Kohlenwagen von Deutschland in die Schweiz fahren. Sie haben nun Verdacht, "dass sich in Kohlenfrage eine Parallele zu Mineralölepisode entwickele".
"Ausführungen Hotz's, Hombergs [sic] und Kohlis liessen keinen Zweifel, dass Vertrauen in unsere Vertragstreue erschüttert. Es wurde - verhalten - zur Kenntnis gegeben, dass deutsche Haltung deutsch-schweizerisches Wirtschaftsabkommen gefährde und dass Schweiz sich vor Überlegung gestellt sehe, ihrerseits hieraus Konsequenzen zu ziehen."


Telegramm Koecher an AA Berlin, 28.3.1942


[KOPIE]

Wegen Ausfall Italiens bei Tonerdelieferungen könne die Schweiz nicht genügend Aluminium nach Deutschland liefern. "Hotz stellte erbittert fest, dass in Italien reichlich vorhandene Tonerde zu verderben beginne. Italienern ermangele es offenbar europäischen Verantwortungsgefühles."


Aufzeichnung Wiehl, 23.3.1942


[KOPIE]

vgl. AfZ NARA RG 242 T 120 / MF 185.
Dazu auch eine Notiz von Sabath, "Betrifft Kohlenlieferung an die Schweiz", 23.3.1942.


Telegramm Sabath an Deutsche Gesandtschaft Rom, 21.2.1942


[KOPIE]

Über die Verhandlungen der Schweiz mit England betr. Nahrungsmitteleinfuhr und sonstigem Handel. Gespräch mit Professor Keller
"Bei Erörterung Frage Ernährungszufuhr aus Übersee wies Bundesrat Stampfli darauf hin, dass nur bei genügender Ernährung der Arbeiterschaft bisherige Erzeugung für uns aufrecht erhalten werden könne. Falls England Ernährungszufuhr sperre, müsse sich Schweiz an Deutschland halten bezw. auf übrigem Europamarkt als Käufer auftreten.


Telegramm Kordt an AA Berlin, 20.2.1942


[KOPIE]

Thema: Aluminiumlieferungen.


Telegramm Koecher an AA Berlin, 29.1.1942


[KOPIE]

Köcher war wegen der Schwarzen Listen bei Pilet-Golaz.
"Insbesondere habe ich auf die Einleitung von Gegenmassnahmen der von uns gewünschten Art und auf eine schärfere Haltung der schweizerischen Presse gedrängt. Pilet-Golaz sagte zu, unser Verlangen dem Bundesrat vorzutragen und sich für eine Durchführung im Rahmen des für die Schweiz Tragbaren einzusetzen. Der Bundesrat habe jedoch zu berücksichtigen, dass die Schweiz in ständigem Verhandlungskampf mit den Vereinigten Staaten stehe, um sowohl auf dem Gebiet der Versorgung der Schweiz sowie in der Frage der Lockerung der über schweizerische Vermögenswerte verhängten Sperre in den Vereinigten Staaten Zugeständnisse zu erreichen. Zwar zeige die hiesige amerikanische Gesandtschaft Verständnis für den schweizerischen Standpunkt, doch stosse man in Washington auf völlige Ignoranz und Ablehnung. Bei Prüfung unserer Forderungen müsse daher im Auge behalten werden, dass im Falle von Gegenmassnahmen die Amerikaner sich gegenüber den schweizerischen Wünschen möglicherweise noch ablehnender zeigen würden, als dies bisher der Fall war. [...]. Wir sollten nicht vergessen, dass amerikanische Zugeständnisse auch für Deutschland nur von Nutzen sein könnten. Pilet-Golaz appellierte an unser Verständnis, dass bei der Prüfung der Frage durch den Bundesrat, auf welche Weise seitens der Schweiz auf die Einführung der amerikanischen schwarzen Listen reagiert würde, auch der Gesichtspunkt der grössten Nützlichkeit in Rücksicht gestellt werde."
Köcher pocht "auf die Notwendigkeit einer Solidarität der europäischen Staaten - auch der Schweiz - gegenüber den amerikanischen Anmassungen"; beklagt die Haltung der schweizerischen Presse.
"Anschliessend sagte Pilet-Golaz nochmals eingehende Prüfung unserer Forderungen durch den Bundesrat zu."


Sabath an Direktor Ha Pol, 23.1.1942 ("Zum Telegramm aus Bern Nr. 101 vom 17.1.1942)


[KOPIE]

Thema: Zeitungsausfuhr über Annemasse, "Hetzartikel" schweizerischer Zeitungen


Telegramm Koecher an AA Berlin, 17.1.1942


[KOPIE]

Ausfuhr und Briefverkehr über Annemasse.


Telegramm Koecher an AA Berlin, 16.1.1942


[KOPIE]

Thema: Geleitscheinpolitik mit Italien.


Notiz Sabath an Direktor Ha Pol [Wiehl], 4.1.1942


[KOPIE]

Thema: Geleitscheinpolitik mit Italien.
"Die Frage gemeinsamer Besprechung in Rom bedarf noch einer Prüfung: Bisher war es so, dass wir [letztes Wort handschriftlich unterstrichen] über die Geleitscheinlisten mit den Schweizern verhandelten und die Italiener nur aufforderten mitzumachen. Wir hatten der Schweiz gegenüber somit alle Druckmittel in der Hand. Das hat sich jetzt dadurch geändert, dass die Schweiz ihre Waren infolge der Grenzsperren nicht mehr über Bellegarde sondern über Italien ausführt."


Telegramm Graeff (Rom) an AA Berlin, 14.1.1942


[KOPIE]

Thema: Geleitscheinpolitik mit Italien.
"Giannini schlägt vor, im Anschluss an diesbezügliche deutsch-italienische Besprechungen gemeinsame deutsch-italienisch-schweizerische Besprechungen hier in Rom zu führen."


Telegramm Köcher an AA Berlin, 17.12.1941


[KOPIE]

"Direktor Hotz bezeichnete die ihm heute von Sachbearbeiter weisungsgemäss gemachten Eröffnungen als niederschmetternd. Kürzung der Mineralöllieferungen bedeute Katastrophe für Schweizer Volkswirtschaft. [...]. Im ersten Aufwall der Erregung bemerkte er, dass unter den gegebenen Umständen eine Sicherstellung der Belieferung uns interessierender Firmen mit Mineralöl ganz ausgeschlossen sei. [...]. Im Verlauf weiteren Gesprächs bezeichnete Hotz Mineralölabkommen als eine der drei Hauptsäulen der Abmachungen vom Juli. Ohne Mineralölabkommen hätten deutsch-schweizerischen [sic] Vereinbarungen vom 18.7.1941 nie Genehmigung Bundesrates und Parlaments gefunden. Auch innerpolitische Opposition gegen Kreditgewährung habe man in erster Linie auf Grund dieses Abkommens niederhalten können. Die durch deutsche Eröffnungen geschaffene Sachlage bedeute für alle an dem Abkommen auf Schweizer Seite Beteiligten einen gefährlichen Vertrauenseinbruch. Ohne dies auszusprechen, schien Hotz andeuten zu wollen, dass Volkswirtschaftsdepartement innerpolitische Schwierigkeiten entstehen werden."


Telegramm Köcher an AA Berlin, 17.12.1941


[KOPIE]

"Im Anschluss an Gespräch über Mineralölfrage bemerkte Hotz, heute folge Schlag auf Schlag, auch italienische Vertreter seien bei ihm gewesen. Sie hätten auf italienische Lieferschwierigkeiten auf dem Ernährungssektor hingewiesen (95 Prozent der bisherigen schweizer Reiseinfuhr stamme aus Italien).


Protokoll der Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses vom 6.11.1941 (Nr. 33) [HPA]


[KOPIE]

Themen:
1) Dänemark
2) Kapitalverkehr Holland-Schweiz: Integration in das deutsche Zentral-Clearing.


Fernschreiben Sabath an Hemmen, o.D. [Juli 1941]


[KOPIE]

Wortlaut des Artikels VII der Sondervereinbarung vom 18.7.1941 (über Ausfuhr durch Frankreich).


Kordt an AA Berlin, 15.7.1941 und Kordt an AA Berlin, 14.7.1941


[KOPIE]

Thema: Schweizer Ausfuhr nach Frankreich. Verschiebung der Unterzeichnung des Abkommens wegen "Aluminiumfrage".


Notiz Sabath, 10.7.1941


[KOPIE]

Über die Verhandlung mit der Schweiz. Nicht relevant (Terminfragen). Handschriftliche Notiz Wiehl: Verärgerung, dass Seyboth in einem Punkt verbindliche Zusagen gemacht habe und nun von Berlin nicht desavouiert werden wolle.


Telegramm Sabath [durchgestrichen?] an Deutsche Gesandtschaft Bern, 3.7.1941


[KOPIE]

"Da Erhöhung Aluminiumbezüge vom Reichsmarschall dringend gefordert, bitte an Forderung erhöhter Aluminiumlieferung unbedingt festzuhalten. Wenn die Schweiz die notwendige Tonerde erhält, müsste Erhöhung der Aluminiumausfuhr auf mindestens 20000t im Jahre 1941 möglich sein. [handschriftlich hinzugefügt: In Rom sind wir erneut wegen Tonerdelieferungen vorstellig geworden.] Lieferungen der Schweiz an besetzte oder unter unserem Einfluss stehende Länder und auch nach Schweden müssen gegenüber von uns unmittelbar benötigten Lieferungen zurücktreten. Ferner müssen wir von Schweiz fordern, dass sie sich hinsichtlich Eigenverbrauchs den heutigen für alle europäischen Länder geltenden Gegebenheiten anpasst."


Telegramm Seyboth / Köcher an AA Berlin, 1.7.1941


[KOPIE]

Thema: Aluminiumlieferungen der Schweiz. Schweiz will nicht mehr liefern als die schriftlich festgehaltene Menge. Hält weitere Zugeständnisse der Schweiz für nicht erreichbar.


"Vermerk" Sabath, 18.6.1941


[KOPIE]

Es gibt noch Probleme bei den Aluminiumbezügen. Vgl. weitere Korrespondenz dazu in AfZ; NARA RG 242 T 120 / MF 2507.


Notiz Sabath, 18.6.1941


[KOPIE]

Thema: Kleiner Grenzverkehr und allgemeine Grenzfragen mit Frankreich.
"Bei Beurteilung der Frage sind auch politische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Die Schweiz hat bekanntlich vor einigen Tagen eine gross angelegte Aktion gegen die Kreise vorgenommen, die mit Spanien [handschriftlich korrigiert: xxx] sympathisieren. Schärfere Gegenmassnahmen sind einstweilen zurückgestellt worden, um den Abschluss der Wirtschaftsverhandlungen mit der Schweiz nicht zu stören. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir alles Interesse daran, die Verhandlungen bald zum Abschluss zu bringen, damit wir freie Hand für Gegenmassnahmen gegen die Schweiz gewinnen."


Telegramm Seyboth / Koecher an AA Berlin, 17.6.1941


[KOPIE]

In den Verhandlungen wurde Einigung erzielt; offen ist die Mineralölfrage und der Grenzübergang im Personenverkehr.


Wiehl, "Aufzeichnung. Verhinderung der schweizerischen Ausfuhr kriegswichtiger Waren", 12.6.1941


[KOPIE]

Es geht um die schweizerische Ausfuhr nach deutschfeindliche oder neutrale Länder, der grosse Beachtung geschenkt wird.
Eigentliches Thema ist die Ausfuhr von Uhren- und Zünderteilen über das nichtbesetzte Frankreich.


[Signatur unleserlich], "Aufzeichnung über des Ergebnis der Besprechung im Reichsverkehrsministerium am 6. Juni vormittags wegen der Vorbereitung der Transportverhandlungen mit der Schweiz", 7.6.1941


[KOPIE]

Themen:
1) Die Öltransporte aus Südosten
2) Sonstige Transporte aus dem Südosten
3) Transporte aus Russland und Skandinavien
Es geht um Lieferungen von Rohstoffen in die Schweiz.


Protokoll des handelspolitischen Ausschusses, 29.5.1941 (Nr. 18), Entwurf [HPA]


[KOPIE]

1. zu Irak (Kredite)
2. zu Schweiz: über die vertraglich vereinbarten Eisenerz- und Aluminiumlieferungen. - Wegen Transportschwierigkeiten ist es nicht möglich, die vereinbarte Kohlenmenge zu liefern. Man macht aber Angebot, dazu müsste die Schweiz aber Transportmöglichkeiten bieten. - "Dem Antrag von M. R. Seyboth als stellvertretendem Delegationsführer, die Zustimmung der Schweizerischen Regierung zur Ausschöpfung des ganzen Vorschusses gegen Freigabe von rund 12 Mio. sFrs. gesperrter Geleitscheine einzuhandeln, wird unter der Voraussetzung zugestimmt, dass das OKW -Wi Rü Amt- ein dringendes Bedürfnis nach Ausschöpfung des vollen Kredits bejaht." - "Der von der Schweiz beantragten Kontingentserhöhung für die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten bei nicht kriegswichtigen Waren, hauptsächlich pharmazeutischen Artikeln, wird zugestimmt. Das OKW -Wi Rü Amt - behält sich Stellungnahme vor."


Notiz o.S., 27.5.1941


[KOPIE]

vgl. AfZ NARA RG 242 T 120 / MF 177.


Verhandlungsprogramm [Mai 1941]


[KOPIE]

wie AfZ NARA RG 242 T 120 / MF 2507.


Protokoll der Sitzung des Handelspolitischen Ausschusses, 20.5.1941 (Nr. 16) [HPA]


[KOPIE]

Punkt 1 behandelt die Schweiz:
a) Finanzierung des schweizerischen Grosskredits. "Es besteht Einigkeit darüber, dass die Frage der inneren Finanzierung der schweizerischen Vorlage gegenüber Deutschland eine rein schweizerische Angelegenheit ist. In unserem Interesse ist jedoch darauf zu achten, dass die von der Schweiz zu treffende Regelung nicht auf eine Kommerzialisierung unter deutscher Zinszahlung hinausläuft und die Lieferfreudigkeit der Schweizer Firmen und die Preise nicht ungünstig beeinflusst werden. Angesichts der englischen Bemühungen, Einblick in unsere Rüstungsgeschäfte mit der Schweiz zu gewinnen, erscheint es um so notwendiger, die Schweizer Lieferverpflichtungen unbedingt bindend zu gestalten."


Notiz o.S., 17.5.1941


[KOPIE]

vgl. AfZ; NARA RG 242 T 120 / MF 2507.


"Vermerk" Wiehl, 10.4.1941


[KOPIE]

Grässli teilt im Namen Frölichers mit: Schweizer Delegation will nach Berlin zu Verhandlungen kommen.
"Ich antwortete, Fortsetzung der Verhandlungen und auch eine Besprechung mit mir sei nutzlos, wenn die schweizer Delegation von ihrer Regierung nicht neue Weisungen im Sinne eines erheblich grösseren Entgegenkommens gegenüber unseren Forderungen erhalten habe. Herr Grässli erwiderte, soviel er erfahren habe, hätten zwar die Herren in der Wirtschaftsdelegation des schweizer Bundesrats über unsere Forderungen die Hände über den Kopf zusammengeschlagen. Trotzdem glaubten die Herren Hotz und Homberger einen Weg gefunden zu haben, durch eine flexiblere Gestaltung der Abmachungen einerseits unseren Wünschen Rechnung tragen und andererseits die Gefahr für die schweizer Wirtschaft auf ein erträgliches Mass zurückführen zu können."


Telegramm Wiehl an Deutsche Gesandtschaft Bern, 9.4.1941


[KOPIE]

"Herabsetzung Kohlelieferung kann Schweizerischer Regierung nicht verborgen bleiben. Bitte daher Weisung Drahterlass Nr. 303 ausführen mit ergänzender Mitteilung, dass wir uns auch gegenüber anderen Ländern, die von uns Kohle beziehen, zu Herabsetzung der Kohlausfuhr genötigt [handschriftlich korrigiert: veranlasst] gesehen hätten."


Abschrift eines Briefes der Handelsabteilung an Deutsche Gesandtschaft Bern, 28.3.1941


[KOPIE]

über Transportfragen.


Telegramm [?] Wiehl an Deutsche Gesandtschaft [?] Bern, 1.4.[1941] [1.4.1941]


[KOPIE]

Der Schweizerischen Regierung soll mitgeteilt werden, dass "mit Rücksicht auf besondere Verhältnisse in unserer Verkehrssituation" die Kohlelieferungen gedrosselt werden.


Telegramm Koecher an AA Berlin, 12.3.1941


[KOPIE]

vgl. AfZ NARA RG 242 T 120 / MF 1960.


Telegramm Mackensen (Rom) an AA Berlin, 12.3.1941


[KOPIE]

Thema: Geleitscheinfragen.
"Giannini ist weisungsgemäss verständigt worden und hat grundsätzlich zugesagt, dass die Italienische Regierung sich der deutschen Haltung gegenüber der Schweiz anschliesst."



"Aufzeichnung" Clodius, 11.3.1941


[KOPIE]

vgl. AfZ NARA RG 242 T 120 / MF 1960.



Telegramm Koecher an AA Berlin, 11.3.1941


[KOPIE]

Hotz bezeichnet die kommenden Transitstörungen "als bedauerlich. Er drückte jedoch Hoffnung aus, dass Verzögerung nur temporärer Natur sein würde. Er kam dann zu sprechen auf Transitsperre vorigen Jahres. Diese habe länger gedauert als Transportlage bedingt hätte; damals handelte es sich eben um eine Repressalie.
Offensichtlich schwebt Hotz Möglichkeit ähnlicher Entwicklung vor."
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