Langue: allemand
24.5.1927 (mardi)
Der Direktor der Handelsabteilung des Volkswirtschaftsdepartementes, W.Stucki, an den schweizerischen Gesandten in Paris, A.Dunant
Lettre (L)
Stucki tritt dafür ein, die deutsch-französischen Wirtschafts Verhandlungen vor den schweizerisch französischen Verhandlungen beginnen zu lassen. Er erwartet, dass in den deutsch-französischen Verhandlungen die Hauptschwierigkeiten bei den Artikeln liegen werden, an deren Export nach Frankreich auch die Schweiz interessiert ist.

Thematische Zuordung Serie 1848–1945:
III. BILATERALE BEZIEHUNGEN
8. Frankreich
8.2. Handelsvertragsverhandlungen
Recommandation de citation: Copier

Imprimé dans

Walter Hofer, Beatrix Mesmer (ed.)

Documents Diplomatiques Suisses, vol. 9, doc. 312

volume link

Bern 1980

Plus… |
Recommandation de citation: Copier
Cover of DDS, 9

Emplacement

dodis.ch/45329 Der Direktor der Handelsabteilung des Volkswirtschaftsdepartementes, W. Stucki, an den schweizerischen Gesandten in Paris, A. Dunant1

Für Ihre laufende Berichterstattung über den Entwicklungsgang des französischen Zolltarifs möchte ich Ihnen, soeben aus Genf zurückgekehrt, verbindlichst danken. Gleichzeitig beehre ich mich, Ihnen folgendes mitzuteilen:

Am letzten Samstag hatte mir Herr Serruys erklärt, er fahre diese Woche für ca. 8 Tage nach Berlin, worauf wir am 2. Juni die Verhandlungen in Paris beginnen könnten. Gestern nun teilte er mir plötzlich mit, er verzichte auf die Reise nach Berlin, da gemäss direkter Abmachung zwischen Berlin und Paris die deutschfranzösischen Verhandlungen bereits heute, den 24. Mai, in Paris aufgenommen würden. Wir haben Sie heute telegraphisch um Nachricht darüber gebeten, ob diese Mitteilung zutreffend sei, da die deutsche Delegation in Genf von dieser angeblichen Abmachung keine Kenntnis hatte. Gestützt auf die gestrige Erklärung von Serruys habe ich mit ihm vereinbart, unsere Verhandlungen am 8. Juni in Paris zu beginnen.

Mit dieser Vereinbarung ist Ihrer Anregung, die Aufnahme der Verhandlungen etwas hinauszuschieben, Rechnung getragen. Ich betrachte es als einen grossen Vorteil, wenn Deutschland vor uns anfängt, da ja, wie Sie wissen, die Hauptschwierigkeit bei den Artikeln liegen wird, an deren Export nach Frankreich Deutschland und die Schweiz interessiert sind. Bei allen Besprechungen in Genf habe ich deshalb darnach getrachtet, den Verhandlungsbeginn möglichst hinauszuschieben, ohne aber Frankreich irgendwelche Möglichkeiten zu geben, auf eine mangelnde Verhandlungsbereitschaft der Schweiz hinzuweisen.[...]2

1
Schreiben: E 2200 Paris 1/2052.
2
Es schliessen rein administrative Mitteilungen an.

Tags

France (Economie)

Personnes

Noms géographiques

Mentionnée / Mentionné
BerlinGenèveParis