Language: ns
1937 - 30.11.1941
PA/AA; R 108877; Ha Pol IIb, Handel 12, Handelsbeziehungen zwischen Grossbritannien und Schweiz, Bd. 1 5/1937 - 11/1941
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english):
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Signatur: PA/AA R 108877


Dossiertitel: Ha Pol IIb, Handel 12, Handelsbeziehungen zwischen Grossbritannien und Schweiz, Bd. 1 5/1937 - 11/1941
Umfang: ca. 50 S.
Kurzbeschrieb: Deutsche Berichte über Informationen, die Stucki und Keller über Verhandlungen in Paris/London erzählt haben. Nicht relevant. 2 Dokumente exzerpiert.


Einzelne Dokumente:

Deutsches Konsulat Basel an AA Berlin, 23.12.1940, "Betrifft: Finanzielle Blockademassnahmen Englands gegenüber der Schweiz"


"Wie mir Generalsdirektor Nussbaumer vom Schweizerischen Bankverein in Basel erzählte, würden seit Oktober dieses Jahres alle Sendungen von Dollarnoten aus der Schweiz nach USA von den Engländern unterwegs beschlagnahmt, weil die Noten angeblich aus den von Deutschland besetzten Gebieten stammen könnten. Ferner Teilte mir Herr Nussbaumer mit, dass auch ein in der Schweiz auf eine amerikanische Bank ausgestellter Dollarscheck, der an eine deutsche Firma giriert und sodann dem Schweizerischen Bankverein zum Inkasso übertragen worden wäre, von den englischen Blockadebehörden angehalten und mit der Warnung zurückgesandt worden sei, dass in Zukunft der gesamte Postbeutel beschlagnahmt werden würde, wenn sich darin ein Scheck mit einer deutschen Unterschrift befinde. Herr Nussbaumer war über diese Massnahmen sehr empört und erwähnte, dass seine Bank sich auch an das politische Departement mit der Bitte um diplomatishe Intervention gewandt habe. Er bat im übrigen, seinen Namen und den Namen seiner Bank nicht bekanntzugeben."

I-Dienst (Transocean Berlin), 30.9.1941, "Schweizer Linksopposition gegen das Zusatzabkommen deutsch-Schweizer Verrechnungsabkommens"


Dokument als solches nicht wichtig, aber der Hinweis auf die Tatsache, dass die unvollständige Publikation von Abkommen schon damals kritisiert wurde.
"Die unvollständige Bekanntgabe des zweiten Zusatzabkommens zum deutsch-schweizerischen Verrechnungsabkommen seitens des Bundesrates und seine Auswirkungen auf die Verschärfung der englischen Blockade gegenüber der Schweiz rief im Nationalrat vom Montag die Gruppen der Unabhängigen und Sozialdemokraten auf den Plan. Es wurden Befürchtungen laut, dass die Verschärfungen der britischen Blockade auf das Handelsabkommen zurückzuführen und dass der aussenwirtschaftliche Kurs des Bundesrates nicht mit der absoluten Neutralität vereinbar sei."
Stampfli gab eine Erklärung: "[...], dass er dem Parlament nichts zu verheimlichen habe und auch nicht das Volk an der Nase herumführen wolle. Die zuständigen parlamentarischen Kommissionen seien über die wesentlichen der Öffentlichkeit vorenthaltenen Bestimmungen unterrichtet worden. Bei dem Zusatzabkommen handele es sich übrigens nicht um einen Handelsvertrag, sondern um eine wirtschaftliche Massnahme, für die nicht das Parlament, sondern allein der Bundesrat zuständig sei."
zum Zusatzabkommen selbst: "Heroische Entschlüsse seien in Anbetracht der Lage der Schweiz nich zu fassen gewesen, sondern es galt die Sicherstellung der Zufuhr lebenswichtiger Rohstofe."
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