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1941 - 1944
BAR; E 2809(-) -/1, 4; Wirtschaftsverhandlungen mit den Alliierten (1944) und Deutschland (1941-1943)
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english):
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HANDAKTEN PILET-GOLAZ



In den Handakten von Pilet-Golaz befinden sich verschiedene Korrespondenzen der Mitglieder der Verhandlungsdelegation und der Commission Mixte.

Kopien


Dossier Wirtschaftsverhandlungen mit den Alliierten 1944


  • Wirtschaftsverhandlungen mit den Alliierten, Kohli an Pilet-Golaz, 25.5.1944. [nicht relevant]
  • Reagan an Jean Hotz, (Kopie an Pilet-Golaz), 25.5.1944. [Riefler und Foot informieren Thurnheer, dass man lieber neuen Vertrag statt Verlängerung des alten wünsche.]
  • Aide-mémoie des EPD betreffend den Transit durch die Schweiz, inkl. Zahlen vom September 1944
  • Notiz Kohli, 11.10.1944: über Transitstatistik September. [Verkehr  Nord-Süd habe wieder stark abgenommen, inkl. Kohlen. Eisentransporte seien aber immer noch beträchtlich.]


Dossier Wirtschaftsverhandlungen mit Deutschland 1941-43


  • Britische Reaktionen auf das Abkommen mit Deutschland (nicht kopiert, da abgedruckt in DDS Bd 14 S. 240ff.), 23.9.1941, verfasst von Kohli
  • Politischer Bericht: Kopie eines britischen Beobachters an die britische Regierung über das schweizerisch-deutsche Wirtschaftsabkommen 1941
  • Notiz Pilet-Golaz über eine Besprechung mit dem deutschen Gesandten, Köcher, über den abgelaufenen deutsch-schweizerischen Handelsvertrag, 13.1.1943 [= Bonjour VIII, S. 190ff.]
  • "Beziehungen zu Deutschland", Notiz Kohli an Pilet-Golaz über die deutschen Kohlenlieferungen in die Schweiz (nicht kopiert, da abgedruckt in DDS Bd 14 S. 1144f.), 21.5.1943
  • Kommission für auswärtige Angelegenheiten, Frage von NR Bringolf über die alliierte Haltung zur schweizerischen Versorgungslage, Antwort verfasst von Kohli, 25.11.41
  • "Wirtschaftsverhandlungen mit Deutschland", verfasst von Kohli am 18.8.1943, Kohlenlieferungen an die Schweiz.
  • Deutsche Gesandtschaft in der Schweiz, an EPD: Protestnote der Reichsregierung über die Abwicklung des deutsch-schweizerischen Handelsvertrages, 7.12.1943 [= Bonjour VIII, S. 199ff.)
  • "Verhandlungen mit Deutschland": Kohli an Pilet-Golaz, über die schweizerische Verhandlungsstrategie, 9.6.1944. Über erste Plenarsitzung der Verhandlungsdelegationen. "Die Reaktion auf deutscher Seite war, wie nicht anders zu erwarten, ablehnend. Herr Gesandter Schnurre erklärte, er sehe in diesen Eröffungen keine Grundlage für die Diskussion und er müsse sich sogar fragen, ob schweizerischerseits der gute Wille vorhanden sei, zu einem neuen Abkommen mit Deutschland zu gelangen. Die Abtragung des 40 Millionen-Defizits wird mit dem Hinweis darauf abgelehnt, die Schweiz habe sich bei Abschluss des letzen Abkommens darüber klar sein müssen, dass ein derartiges Defizit entstehen könne und habe es in Kauf genommen, um zu einem  neuen Vertrage mit Deutschland zu kommen. Die Reduktion der Ausfuhr und insbesondere auf den kriegswichtigen Positionen mache einen neuen Vertrag für Deutschland nicht mehr interessant. Die Diskussion brachte keine Annäherung der Standpunkte."
  • Stampfli an Pilet-Golaz, 30.12.1949: Gratulation zum 60. Geburtstag, Dank für seine Arbeit im Bundesrat und für seine Unterstützung der Kriegswirtschaft.


Zusätzlich in anderem Dossier [KOPIE]:
- Frölicher an Pilet-Golaz, 5.12.1944: Sein Mitarbeiter Vischer wurde von Berger, stellvertretender Reichsführer-SS, zum Nachtessen eingeladen (siehe Beilage). Diese Einladung, wie auch diejenige von Ribbentrop und Goebbels an Frölicher, zeigen, "dass die oberste Reichsleitung ein gewisses Bedürfnis empfindet, im gegenwärtigen Augenblick die Schweiz besonders zuvorkommend zu behandeln.
- Vischer an Frölicher, 30.11.1944: "Betriff: Mein gestriger Besuch bei SS-Obergruppenführer Berger, Chef des SS-Hauptamtes". Berger habe über die "Neue Linie" geredet. Er habe diese massgeblich ausgearbeitet; endlich habe sich die SS gegen Hitler und seine Entourage durchsetzen können. - Es gebe nur freiwillige Zusammenarbeit der Neutralen mit Deutschland. Im neuen Europa sollen nur gewisse Bereiche zentralisiert werden, ansonsten herrsche "volle Autonomie und Selbstverwaltung". Kritik an Hitler (an Russlandfeldzug) und seinen "Ohrenbläsern". Die militärische Lage sei schlecht, man habe aber noch Trümpfe. - Dass die Schweiz 1940 nicht angegriffen worden sei, habe sie vor allem ihm zu verdanken. - Schweizer Männer sollen den Mangel an deutschen Männern auffüllen (zwecks Nachwuchsförderung!). - Kritik an "Oberzigeuner" Ribbentrop, der keinen Kontakt zu Diplomaten habe (weshalb Berger auch Frölicher einladen wolle).
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