Classement thématique série 1848–1945:
III. RELATIONS ÉCONOMIQUES INTERNATIONALES
III.5. TRANSIT
Printed in
Diplomatic Documents of Switzerland, vol. 15, doc. 165
volume linkBern 1992
more… |▼▶Repository
| Archive | Swiss Federal Archives, Bern | |
▼ ▶ Archival classification | CH-BAR#E7110#1976/134#373* | |
| Old classification | CH-BAR E 7110(-)1976/134 61 | |
| Dossier title | Telegramme London-Bern (1944–1944) | |
| File reference archive | 871.8 |
dodis.ch/47769
Le Chef de la Délégation économique suisse à Londres, P. Keller, au Chef du Département politique, M. Pilet-Golaz1
Nachdem Vorbereitungen Abreise Hohl und Rezzonico für morgen Samstag bereits getroffen waren, eintraf Ihr 5042. Ihren Weisungen gemäss wird Hohl Abreise erneut verschieben.
Wie in unserem 3673 erwähnt, haben wir uns unseren Weisungen gemäss auf die Abgabe einseitiger schweizerischer Erklärungen beschränkt und es abgelehnt, in Diskussionen über ein zweiseitiges Transitabkommen einzutreten. Dieser Standpunkt ist von Partnern verstanden worden. Ebenso glaubten wir dafür Verständnis gefunden zu haben, dass Globalkontingentierung Warentransit für uns nicht möglich. Delegation wurde indessen ersucht zu prüfen, ob nicht einige weitere Kategorien von Waren vom Transit ausgenommen werden könnten. Alliierte stützten sich bei der Formulierung ihrer Wünsche auf mit Schweden vereinbarte Liste der vom Transit ausgenommenen Waren. Unsere Delegation hat klar zu verstehen gegeben, dass Liste der von uns autonom unter Transitverbot gestellten Güter, wie sie von Ihnen deutscher Delegation und von uns gleichlautend Alliierten bekanntgegeben wurde, nach schweizerischer Auffassung alliierte Begehren bereits weitgehend berücksichtigt. Wir erklärten indessen, dass Hohl bereit sei, alliierte Ergänzungswünsche nach seiner Rückkehr dem Bundesrat zur Prüfung zu unterbreiten.
Diese Berichterstattung ist dann aus den Ihnen bekannten Gründen unmöglich geworden. Vor zirka 3 Wochen erkundigte sich M.E.W., ob Bern über Transitbesprechungen orientiert worden sei. Auf unsern Hinweis, dass wir dazu technisch nicht imstande gewesen seien, erklärten Alliierte, unter diesen Umständen dies via dortige britische und amerikanische Gesandtschaft selbst besorgen zu müssen.
Sachlich sind wir der Auffassung, dass einigen der alliierten Ergänzungsbegehren schon auf Grund unserer bisherigen Praxis betreffend Durchfuhr Kriegsmaterial und requirierter Güter entsprochen werden könnte. Begehren einer Globalkontingentierung, das in dem Ihnen übermittelten Memorandum4 nun zu unserer grossen Überraschung erneut gestellt wird, dürfte entsprechend bundesrätlicher Instruktionen an Delegation auch in Bern abzulehnen sein. Wir hatten seinerzeit Alliierten auch dargelegt, dass Beschränkungen Durchfuhr Schwefel und Baumwolle nicht wohl verantwortet werden könnte, da diese Güter schon in Friedenszeiten transitierten. Würden es für taktisch unklug betrachten, Besprechungen, die beidseitig bereits als abgeschlossen bezeichnet worden waren, hier wieder aufzunehmen und anraten sofortige Rückkehr Hohl.
Tags


