Language: German
12.11.1938 (Saturday)
H. L. v. Gugelberg au Département politique
Letter (L)
Selon une source fiable, le Führer aurait tenu à Weizsäcker des propos qui excluaient de sa part toute idée d’Anschluss du Liechtenstein et de la Suisse.

Classement thématique série 1848–1945:
II. LES RELATION BILATÉRALES ET LA VIE DES ÉTATS
II.16. LIECHTENSTEIN
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Printed in

Oscar Gauye (ed.)

Diplomatic Documents of Switzerland, vol. 12, doc. 446

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Bern 1994

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Cover of DDS, 12

Repository

dodis.ch/46706
H. L. v. Gugelberg au Département politique1

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die nachstehende, an und für sich unbedeutende Mitteilung als Ergänzung ähnlicher Nachrichten ein gewisses Interesse haben könnte.

Im Fürstentum wohnt seit einigen Jahren ein Baron Falzein. Er war früherer Grossgrundbesitzer in Russland und soll sehr gute Beziehungen zu Berlin haben. Er war auch in den letzten Tagen in Berlin und hatte eine Unterredung mit dem früheren deutschen Gesandten in Bern, Herrn von Weizsäcker, wobei er das Gespräch auf die Anschlussfrage bezüglich des Fürstentums und der Schweiz brachte. Herr von Weizsäcker sagte ihm, ein Anschluss komme nicht in Frage, er könne da völlig beruhigt sein, denn er habe vor Kurzem in Berchtesgaden diese Frage auch dem Führer gegenüber angeschnitten. Derselbe habe ihn aber direkt barsch angefahren und gesagt, er wolle die Worte Liechtenstein und Schweiz überhaupt nie mehr hören, «denn die Leute dort hassen mich.»

Ich kenne Baron Falzein persönlich nicht, aber man versicherte mich, dass man seine Aussagen als zuverlässig betrachten könne.

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Lettre: E 27, Archiv-Nr. 23318.