Classement thématique série 1848–1945:
II. RELATIONS BILATÉRALES
11. France
11.1. Relations commerciales
Abgedruckt in
Diplomatische Dokumente der Schweiz, Bd. 11, Dok. 294
volume linkBern 1989
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| Archiv | Schweizerisches Bundesarchiv, Bern | |
▼ ▶ Signatur | CH-BAR#E7110#1967/32#21750* | |
| Alte Signatur | CH-BAR E 7110(-)1967/32 972 | |
| Dossiertitel | Handelsvertrag (1936–1936) | |
| Aktenzeichen Archiv | 821.AVA • Zusatzkomponente: Frankreich |
dodis.ch/46215
Ich habe meinen Aufenthalt in Genf dazu benutzt, um die Beziehungen mit dem neuen französischen Handelsminister, Herrn Bastid, aufzunehmen und hatte eine lange Besprechung mit ihm über die schweizerisch-französischen Wirtschaftsbeziehungen.
Ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass wir überrascht seien, dass die Französische Regierung immer noch keine Vorschläge über die Neugestaltung der von ihr gekündigten Abkommen gemacht hätte. Die gegenwärtigen Verhältnisse seien für Industrie und Handel in beiden Ländern unerträglich, da man keine Dispositionen treffen könne. Wir hätten uns veranlasst gesehen, die Erteilung von Einfuhrbewilligungen für französische Waren ab 1. November zu verbieten, was sich für die Importeure äusserst unangenehm auswirke aber für uns unvermeidbar sei. Wir seien auch erstaunt darüber, dass Frankreich nur den Vertrag mit der Schweiz, dagegen keinen ändern Vertrag gekündigt hätte. Es scheine uns auch sehr bedauerlich zu sein, dass durch den Schritt der Französischen Regierung eine der letzten Stützen eines einigermassen normalen Handelsverkehrs in Europa beseitigt werden solle. Unsere allgemeine Handelspolitik gehe dahin, den Warenaustausch zu fördern und nicht zu hemmen und wir wären der Meinung, dass dieses Prinzip gerade im schweizerisch-französischen Verkehr durchgeführt werden sollte. Wir seien bereit Kontingente zu lockern, selbstverständlich nur gegen entsprechende volle Gegenleistungen. Wolle Frankreich die Einfuhr aus der Schweiz drosseln, so würden wir selbstverständlich gezwungen, gegenüber Frankreich dasselbe zu tun.
Herr Bastid machte den Eindruck, von den handelspolitischen Problemen nichts, aber auch gar nichts zu verstehen. Seine Ausführungen erschöpften sich in allgemein gehaltenen freundschaftlichen Phrasen und zeigten erneut, dass man in Paris noch gar keine Ahnung hat, was man eigentlich will. Er versprach schliesslich einzig uns anfangs Oktober Vorschläge zu machen und dann im Verlaufe des Monats Oktober darüber zu verhandeln2.
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- E 7110 1967/32 Frankreich 821. AVA.↩
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Le 5 octobre, le Chef du Département de l’Economie publique peut répondre à l’Ambassadeur de France à Berne:
Vous référant aux entretiens qui ont eu lieu ces derniers jours à Genève entre Monsieur Bastid, Ministre du Commerce et Monsieur le Ministre Stucki vous avez bien voulu me faire savoir que le Gouvernement Français accepte de maintenir en vigueur après le 31 octobre prochain notre convention commerciale de 1934 ainsi que tous les autres textes qui ont fait l’objet de la dénonciation. Pour tenir compte toutefois des conditions économiques actuelles, cette Convention ainsi que lesdits textes pourront être dénoncés par chacune des Parties Contractantes sur préavis d’un mois. Leurs effets ne cesseront cependant qu’à l’expiration du trimestre en cours.
Le Gouvernement Français et le Gouvernement Fédéral s’engagent à ouvrir dans le plus bref délai des négociations en vue d’apporter à la Convention précitée toutes les modifications qui seront jugées nécessaires pour développer les échanges commerciaux entre les deux pays.
Il va de soi que la France et la Suisse bénéficieront de toutes les mesures prises ou qui seront prises par leurs Gouvernements respectifs en ce qui concerne l’assouplissement et l’application du régime des importations contingentées, ainsi que de toutes les facilités qui seront données aux échanges commerciaux.
Au nom du Conseil Fédéral j’ai l’honneur de vous confirmer que le Gouvernement Suisse est d’accord avec les stipulations ci-dessus (E 7110 1967/32 Frankreich 821. AVA)
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