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1935 - 1953
BAR; E 7160-07(-)1968/54/, 126; Bundes-Vorschüsse. Guthaben von Schweizern in Deutschland. Ausschuss für Gold-Hypothekenfragen
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english):
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* SVSt (Burger) an EPD (von Graffenried), 29.4.1952: deutsche Clearingschuld betrug am 31.3.1952 die Summe von 1,012.4 Mio. Fr. Auszahlungsüberschuss könne sich noch wesentlich erhöhen, weil ein Rekurs beim Bundesrat und verschiedene Gesuche bei der Handelsabteilung um nachträgliche Gewährung der Transfergarantie hängig seien. SChulden Belgiens und Hollands bereits getilgt, die steckengebliebene Einzahlungen an die Einzahler aus eigenen Mittel zurückbezahlt. Belgien und Holland haben deshalb entsprechende Forderungen gegenüber dem Deutschen Reich. Ausserdem noch offenene Schweizer Forderungen aus dem Waren- und Dienstleistungsverkehr von 46,53 Mio. Fr. Dazu brauche es Enquete. Dagegen aber noch hängige Einzahlungen Schweizer Schuldner von 64,5 Mio. Fr. SVSt schlägt vor, das Schuldnerstaaten Restbeträge in freien Devisen überweisen was am besten für die SChweiz wäre. - Statistik
* SVSt (Statistische Abteilung): Entstehung des Ueberschusse der Schweiz gegenüber der EZU vom 1.11..1950 bis 29.2.1952.

* SVSt (Zahlungsdienst), Liquidation des alten schweizerisch-deutschen Clearings, 24.4.1952: - Einzahlungsseite: 1.9.39 bis 8.5.45 Einzahlungen für Waren, Nebenkosten und Dienstleistungen 3,244,0 Mio. Fr. (ohne Belgien, Holland, Norwegen von 133,8 Mio. Fr. noch seit 14.4.45 für Geschäfte vor 9.5.45 auf Abwicklungskonto Deutschland einbezahlte 64,5 Mio. Fr.). Auszahlungen daraus für REiseverkehr 118,1 Mio., für Vermögenserträgnisse 270,2 Mio. und freie Devisenspitze 333,7 Mio. Fr. (=722 Mio.), so dass für Waren- und Dienstleistungsgläubiger noch 2,522,0 Mio. Fr. übrig blieben.
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2. Private schweizerische Forderungen (clearingpflichtig aber nicht transferberechtigt): 24,3 Mio. Fr. 3. Vermögenserträgnisse,


* SVSt (statistische Abteilung, Zahlungsdient) an die Direktion der SVSt, 13.3.1952: "Wir beziehen uns auf die Anfrage vom 4.3.52 von Herrn Direktor Mehnert, in welcher im Auftrag von Herrn Minister Dr. Stucki u.a. eine Erklärung für die Tatsache gewünscht wird, dass während der ganzen Kriegsdauer im schweizerischen Aussenhandel mit Deutschland ein Importüberschuss von über 400 Mio. Franken entstand und trotzdem im schweizerisch-deutschen Verrechnungsverkehr ein Bundeszuschuss von rund 1 Milliarde Franken erforderlich war." Versuch die Entstehung der Clearingmilliarde zahlenmässig wiederzugeben. Man habe sich zu vergegenwärtigen, dass Einzahlungen-zahlen von Handelstatistik abweichen:
1. Importe laut Handelsstatistik: 2954,3 Mio. Fr.
Einzahlungen: 2817,7 Mio. Fr. -> Differenz 136,6 Mio.
2. Exporte laut Handelstatistik: 2474,6 Mio. Fr.
Auszahlungen 2780,7 Mio. Fr. -> Total der Abweichungen 442,7 Mio. Fr. => also alimentierte Clearing nur mit 37 Mio. Fr.
2. Zahlungen an Nebenkosten und Dienstleistungen: Einzahlungen 491,2 und Auszahlungen 671 Mio.
3. mussten Schweizer Schuldner für Reiseverkehr, Kapital und Kapitalerträgnisse nichts in Clearing einbezahlen.
Warenverkehr mit Einzahlungsüberschuss von 37 Mio. Fr. faktisch selbsttragend. Aber Bundesvoschuss vor allem für Dienstleistungen, Nebenkosten, Finanzgläubiger, Reiseverkehr und Reichsbank.
Statistiken
ERklärung der Differenzen zwischen Zahlungs-- und Handelsstatistik: Einzahlungsdifferenz 1. freie Devisen, Mangelrügen etc. 2. Rohstoffanlieferungen für Kriegsmaterial, 3. Transportkosten in Nebenkosten, 4. Umarbeitungsgeschäfte z.T. nicht im Clearing, 5. Gewinne der Schweizer Zwischenhändler.
Exportseite: 7 Gründe...

* Zahlungsdienst (Schmid und Kubly) an Mehnert (London), 10.3.1952: Insbesondere grosse Diskrepanz zwischen Exporten und Auszahlungen. Eine restlose Abklärung stosse "nach einem Zeitraum von 7 bis 12 Jahren auf grosse Schwierigkeiten" und die "hierfür erforderlichen Unterlagen" lägen "nur noch lückenhaft" vor. Statistik mit Auszahlungsseite...

* Sekretariat SVSt an Schmid und Kubly, 6.3.1952: Stucki verlangt genauere Angaben wieso Clearingmilliarde nötig war und bessere Zusammenstellung von Ausnahmen.

* Homberger an Schwab (Direktionspräsident SVst), 2.7.1951: Dankt für vertrauliche Kopie des Berichts an Bundesrat Nobs. Darstellung berge Gefahr, dass man meine, WAren- und Dienstleistungsverkehr habe vertragswidrig überbordet und damit in willkürlicherweise die Clearingschuld verursacht. "Diese Darstellung ist vielleicht gerade dem Finanzdepartement gegenüber nicht unbedenklich, weil sich meines Wissens dort niemand mehr befindet, der die Kriegsjahre im amtlicher Funktion miterlebt hat. Die Ueberschreitung der Auszahlungen im Waren- und Dienstleistungsverkehr über die normale Clearingalimentierung hinaus war bekanntlich mit Deutschland vertraglich vereinbart worden und stellte die Voraussetzung dafür dar, dass die übrigen Gläubigerkategorien im Rahmen ihrer vertraglichen Quoten weiter bedient werden konnten. Wären die Auszahlungen für die sog. invisibles sistiert worden, so hätte es überhaupt keines Bundesvorschusses bedurft."

* SVSt an Bundesrat Nobs (EFZD), 22.6.1951: Erklärungen zu Clearingmilliarde. ... Diverse Gründe und Zahlen für Abweichungen ... Zahlen hätten nur approximativen Charakter, es müssten genauere Abklärungen gemacht werden, aber Aufbewahrungspflicht der Akten nicht mehr besteht...

* Direktion SVSt an Stucki (Präsident der Aufsichtskommission für die Durchführung des Abkommens von Washington), 29.9.1947: kein Zweifel, dass der Clearingkredit eine Frankenforderung sei. Deutschland müsse also auch in Franken zurückbezahlen. Bei RM-Abwertung müsste Deutschland rund 1,686 Mrd. RM zahlen. Also muss neue Kursrelation angewendet werden...(?)
* SChwab und Burger (SVSt) an Stucki, 23.9.1947: Abwicklung bei Zentralbanken. Fr. und RM. ...

* SVSt, Gesamtverkehr im Clearing mit Deutschland in der Zeit vom 1.8.1934-31.Dezember 1945, 8.3.1946.
* Gesamtforderungen gegenüber Deutschland, 7.3.1946.
* Detaillierte Einzahlungsaufschlüsselung


(KOPIEN)
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