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1946 - 1956
BAR E 2801 1968/84 Bd. 151 - 152   :   Handakten Stucki:  Durchführung des Abkommens von Washington:  "Union" Rückversicherungsgesellschaft, Zürich
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
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BAR E 2801 1968/84 Bd. 151 - 152
Handakten Stucki:  Durchführung des Abkommens von Washington:  "Union" Rückversicherungsgesellschaft, Zürich


Bd. 151

W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Schwarze Liste I
Korrespondenz vom 1.1.1946 - 31.12.1946
Sequesterkonflikt:
Schreiben CH-Konsulat Köln an EPD, 10.7.1946: Kapitalverhältnissse beim Gerling-Konzern unbekannt, aber: "Arisierungsmassnahmen sind beim Gerling-Konzern niemals durchgeführt worden, da irgendwelche Aktienpakete von Bedeutung sind nicht in jüdischen Händen befanden.";
Schreiben EVA an das EPD vom 25.6.1946 erläutert die rechtliche Konstruktion um die Universale bzw. die Einbindung derselben in den Gerling-Konzern;
Anfrage, ob Robert Gerling die Aktienmehrheit erst im Verlauf der dreissiger Jahre aufgrund von Arisierungsmassnahmen erworben habe;
Robert Gerling beteuert, dass es sich bei der Erteilung aller Vollmachten an seinen Bruder 1939 um ein fingiertes Geschäft handelte, um sein Vermögen dem Zugriff der NS zu entziehen;
Unterlagen betr. Bemühungen der Universale um Streichung von der Schwarzen Liste;
Schreiben Robert Gerling, New York, in dem dieser das Eigentum an der Universale anmeldet (18.5.1946);
Bericht über Zustand der Universale-Liegenschaften im Ruhrgebiet (1.3.1946);
Universale versucht, mit Immobilien-Verwaltungsges. in Deutschland Kontakt aufzunehmen (1.1946).

W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Schwarze Liste II
Korrespondenz vom 1.1.1976 - 12.12.1956
Sequesterkonflikt - Deblockierung
SVSt. lässt die 1402 U-Aktien von Rob. Gerling, deponiert bei der Solothurner und der St. Galler KB, auf ein Depot "Zahlungssperre" bei der SNB überführen (Juli 1952);
Antwortschreiben SVSt. vom 23.8.1952: Mit Entrüstung werden die Positionen von Gerling zurückgewiesen;
Schreiben Gerling-Konzern vom 6.8.1952 an Ott/SVSt.: verwehrt sich gegen die Rechtsauffassung der SVSt.;

W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Universale Argentinien
Korrespondenz  (1946 - 1951)
Universale pflegte Kontakte mit zwei argentinischen VU, die am 27.10.1945 von der argentinischen Regierung als Feindgesellschaften unter Sequester gesetzt wurden. Die Rückversicherungsverträge mit der Universale mussten demnach auf den 17.1.1946 aufgelöst werden. Die Verträge wiesen zu diesem Zeitpunkt stark positive Saldi zugunsten der Universale auf. In der Folge weigerten sich die argentinischen Behörden, den Transfer der vertraglich vereinbarten Quoten auf ein Konto der Universale zu genehmigen (Schreiben Universale an EPD v. 20.7.1946);
Mit Schreiben vom 30.9.1947 interveniert auch die Helvetia Feuer beim EPD; die HF ist via Retrozession am Geschäft der beiden arg. Gesellschaften beteiligt und fordert ebenfalls Freigabe der Salden;


W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Guthaben bei der Union Bank in Bratislava
Korrespondenz (1946 - 1947)
Beschlagnahmung eines UR-Guthabens zugunsten der Roten Armee.

W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Schadenfall Bulgarien
Korrespondenz (1947)
Bulgarische Regierung verbrannte nach Auffassung der Universale absichtlich Tabak, um auf diese Weise zu Devisen zu kommen, nachdem Deutschland als Abnehmer ausgefallen war ...
Für UEK irrelevant.


Bd. 152

W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Dänische Brandversicherungs-Gesellschaft
Korrespondenz (1946 - 1953)
Bemühungen um Freigabe eines Aktivsaldos aus dem Dänischen Brandversicherungspool bzw. um Zulassung der Universale zum Transfer ...
Akten nur bis Ende 1946 durchgesehen.

W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Universale Deutschland
Korrespondenz (1947 - 1951)
Bemühungen der Universale, eine Liegenschaft in Leipzig der Beschlagnahmung und Übertragung auf die Versicherungs-Anstalt des Landes Sachsen zu entziehen;
Universale besitzt eine Liegenschaft an der Pappel Allee 78/79 in Berlin, die z.T. an das Polizeipräsidium vermietet war und nach der Besetzung durch die Russen belegt wurde - Russen wollen nun die Lichtanlage demontieren ... etc.

W.130.1.v
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Universale Frankreichv
Korrespondenz (1946 - 1949)
Schwarze Liste / Sequesterkonflikt Frankreich

W.130.1.
Universale Rückversicherungs-AG, Zürich:  Universale Holland
Korrespondenz  (1950 - 1953)
Gesuch der NL-Gesandtschaft, die Liquidation eines Teils der Universale Aktien (1402 Stück) - des Teils nämlich, der sich angeblich in einer holländische Auffanggesellschaft des Gerling-Konzerns befand - hinauszuschieben;
Schreiben der SVSt. an Stucki v. 27.4.1950 erklärt die diversen Transaktionen mit Universale-Aktien 1939ff.;
Hohl, Geschäftsleiter der Universale, tritt auf Ende Juni 1951 von seinem Amt zurück, da Robert Gerling an seiner unhaltbaren Aktienbesitzkonstruktion festhält;
Eingaben RA Schmucki - Rechtsvertreter von Robert Gerling - vom 30.9.1950, 9.6.1951 und 14.6.1951 sowie Stellungnahme Pfenninger v. 11.10.1950 und SVSt. vom 21.6.1951; Schmucki teilt mit Schreiben vom 12.12.1952 Stucki mit, dass er sich veranlasst gesehen habe, seine sämtlichen Mandate für Robert Gerling niederzulegen.
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