Language: German
30.12.1958 (Tuesday)
Letter (L)
Die Aussagen ehemaliger Juristen der IG Farben nach dem Krieg, (c) Dr. Kurt Krüger an Generaldirektor Dr. Eberhard Reinhardt, SKA, 1958:
Bei verschiedenen Gelegenheiten sagten die an den Verhandlungen während des Kriegs beteiligten IG-Farben-Juristen nach 1945 übereinstimmend aus, dass es bei der Aufhebung des Bindungsvertrags zwischen IG Chemie und IG Farben 1940 keine Nebenabsprachen gegeben habe. Darüber hinaus enthalten ihre Aussagen aber auch weitere aufschlussreiche Angaben.
Anlass für die Kontaktnahme Reinhardts mit Kurt Krüger, dem ehemaligen IG-Farben-Jurist, war die wenige Wochen zuvor erfolgte Einschaltung der IG Farben in Liquidation in den Prozess, den die Interhandel in den USA führte. Die materiellen Forderungen der Frankfurter Liquidationsgesellschaft lösten bei den schweizerischen Interessenten an der Interhandel grösste Beunruhigung aus, da im Hintergrund immer noch die Zweifel fortlebten, ob nicht doch noch verdeckte deutsche Interessen in der Interhandel steckten. (Zusammenfassung durch M. König]

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Das Dokument stammt aus:
Mario König: Interhandel: Die schweizerische Holding der IG Farben und ihre Metamorphosen - eine Affäre um Eigentum und Interessen (1910-1999). Chronos-Verlag, Zürich 2001 (Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg, Bd. 2), S. 347-349.
Quelle: Archiv UBS (Zürich), Bestand Schweizerische Bankgesellschaft.
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