Language: ns
1921-1953
SNV; Dok. 1 und Dok. 2; (Signatur durch UEK) Schweizerische National-Versicherungs- Gesellschaft: Verhandlungen und Korrespondenz betr. Auseinandersetzung mit Münchner Rück und Allianz.
Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english):
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Die National hat aufgrund von Pressionen der Alliierten (schwarze Liste) vertragliche Beteiligungen der Münchner Rück und der Allianz reduziert (1943) und die Verträge 1945 sistiert. Spätere Beschwerden dieser Gesellschaften wurden zurückgewiesen und mündeten in einen Prozess u. Vergleichsvertrag.

1921: Beginn der Beziehungen National-Münchner Rück (MR). National übernimmt Portefeuille der MR in der Höhe von Fr. 800'000. Als Gegenleistung erhält die MR 1/3 des National-Gesamtgeschäftes als Quote und 50% als Excedenten.

1937: Erneuerung der Verträge mit der MR u. der Allianz bis 1961.

Ende 1943: Weil die National auf der alliierten schwarzen Liste geführt wird, werden die Rückversicherungsabgaben an die MR von 50% auf 20% reduziert.

10.12.1945: Wegen der aktuellen Situation will die National neue Rückversicherungspartner finden. Die Verträge mit Allianz und MR sind zu suspendierten. Über neue Verträge ist zu verhandeln, sobald die beiden Gesellschaften ihre Verpflichtungen wieder erfüllen können. Man hält dieses Vorgehen für rechtlich abgesichert.

Das Gesetz des Alliierten Kontrollrates Nr. 47 verbietet den deutschen Versicherungs- u. Rückversicherungsgesellschaften die Tätigkeit im Ausland. Die National fühlt sich daher nicht mehr an die Verträge gebunden.

22.07.1949: Nach neuen Bestimmungen der Militärregierung möchte die Münchner Rück wieder eine Zusammenarbeit mit der National. Zögerliche Haltung der National; eine Abtretung von Quoten sei nicht mehr denkbar.

03.03.1950: Dr. Alzheimer von der Münchner Rück (MR) will unbedingt wieder Rückversicherer der National werden. Direktor H. Theler (National) lehnt dies mit Verweis auf das mangelndes Verständnis der MR während des Krieges ab (kein Entgegenkommen bez. Reduktion der Quoten wegen schwarzer Liste).

Rechtlicher Standpunkt der National (basierend auf alliiertem Kontrollgesetz) wird von dritter Seite als problematisch für das Ansehen der schweizerischen Assekuranz bezeichnet.

MR fordert Wiederherstellung der früheren Vertragsverhältnisse.

1953: Vergleichsverhandlungen mit der MR scheitern vorerst.

In einem neuen Vergleichsangebot bietet die National Fr. 1'800'000 Abfindung für ein endgültiges Dahinfallen der früheren vertraglichen Beziehungen.

Abschluss eine Vergleichsvereinbarung: Alle alten Verträge der National mit der MR und der Allianz fallen dahin (auf den 31.12.1945). Die National eröffnet Wertschriftendepots und Konten auf Namen und Rechnung der MR und Allianz. Die National zahlt eine einmalige Abfindungssumme von 1,8 Mio Fr. Alle Ansprüche gelten als erledigt.



Kopien: 35 Seiten betr. Vergleichsverhandlungen u. Aktennotizen
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