5. Oktober 2016
Mitteilung

Politische Reden von Ausländern

1973 prominentes Opfer des bundesrätlichen Redeverbots für Ausländer: Der Dalai Lama. Quelle: http://de.freeimages.com/photo/dalai-lama-1482936

Ein Ende September 2016 eingereichter parlamentarischer Vorstoss möchte die Bewilligungspflicht für ausländische Redner wiedereinführen, wie sie zwischen 1948 und 1998 in Kraft war. Der damalige Bundesratsbeschluss sah vor, dass «Ausländer [...] an Versammlungen nur mit besonderer Bewilligung über ein politisches Thema reden [dürfen]».

e-Dossier: Churchill und die Schweiz

Winston Churchill nach seiner berühmten Rede vom 19. September 1946 an der Universität Zürich, zusammen mit Tochter Mary (dodis.ch/33386).

Es war einer der ganz Grossen der Weltpolitik, der am 24. Januar 1965 im Alter von 90 Jahren verstarb. Rund um den Globus wurde des britischen Kriegspremiers Winston Churchill gedacht, so auch in der Schweiz: «Das Radio, Fernsehen und die Presse unseres Landes haben ihrerseits den Gefühlen lebhafter Dankbarkeit des gesamten Schweizervolkes gegenüber...

e-Dossier: Das Washingtoner Abkommen von 1946

Delegationsleiter Minister Walter Stucki vor dem Abflug nach Washington. Schweizerische Filmwochenschau vom 22. März 1946, vgl. dodis.ch/dds/1169.

Im Frühjahr 1946 begab sich eine hochrangige schweizerische Delegation zu Verhandlungen nach Washington. Es galt, gesperrte schweizerische Vermögenswerte in den USA zu deblockieren und den alliierten Boykott gegen Firmen, die im Zweiten Weltkrieg mit den Achsenmächten gewirtschaftet hatten, aufzuheben. Die USA, Grossbritannien und Frankreich forderten im Gegenzug die Auslieferung deutscher Guthaben, die auf Schweizer Bankkonti lagen.

e-Dossier: Diplomatie auf Schienen – Gotthardbahn und Aussenpolitik

Bauarbeiter um 1880 vor dem Südportal des Gotthardtunnels in Airolo. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthardtunnel

Wenn am 1. Juni 2016 der Gotthard-Basistunnel feierlich eröffnet wird, markiert dies den aktuellen Höhepunkt einer Entwicklung, die über eine reiche Geschichte verfügt. Der Bau einer Eisenbahnlinie durch die Schweizer Alpen war bereits im 19. Jahrhundert ein Grossprojekt von europäischer Dimension. Entsprechend eng war seine Durchführung mit aussenpolitischen Erwägungen verknüpft.

29. März 2016
Mitteilung

DDS-Analyse zu den «Terrorjahren»

Die Debatte zu einem «geheimen Abkommen» zwischen Bundesrat Graber und der PLO. Eine Zwischenbilanz, in: SZG 66/1 (2016), S. 1–24.

In den letzten Jahren haben sich die Diplomatischen Dokumente der Schweiz (DDS) im Rahmen ihrer regulären Forschungsarbeit intensiv mit der Frage des palästinensischen Terrorismus gegen Ziele in der Schweiz 1969/70 und dessen Folgen auseinandergesetzt. Zahlreiche Dokumente wurden dazu seit 2012 auf der Datenbank Dodis publiziert (vgl. Kompass durch die «Terrorjahre»).

e-Dossier: Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur UdSSR

Von links nach rechts: Bundesrat Max Petitpierre im Gespräch mit Minister Eduard Zellweger (Belgrad) und Hermann Flückiger, dem designiertem ersten Gesandten in Moskau. Schweizerische Filmwochenschau vom 5.4.1946.

Mit dem Austausch diplomatischer Noten in Belgrad (dodis.ch/48190) nahmen am 18. März 1946 die Schweiz und die Sowjetunion nach fast 30 Jahren Funkstille erstmals  offizielle Beziehungen auf. Die Normalisierung des Verhältnisses zur neuen Supermacht im Osten war eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung der internationalen Beziehungen der Schweiz im beginnenden Kalten Krieg.

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