23. Dezember 2016
Mitteilung

«Harmony Must Dominate the World» – Neuer Band der Reihe «Quaderni di Dodis»

Im Fokus des soeben erschienen sechsten Bandes der Reihe «Quaderni di Dodis» stehen die Aktivitäten internationaler Organisationen im weiten Feld der Musik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. «Harmony must dominate the world». Mit diesem Motto rief der australische Friedensaktivist Alfred E. Evershed Mitte der 1930er Jahre alle musikalischen Menschen dazu auf, sich einer globalen Harmoniekampagne anzuschliessen und auf diese Weise einen Beitrag zum Frieden in der Welt zu leisten.

e-Dossier: Die Vertretung von US-Interessen in Kuba durch die Schweiz

«Special Relationship»: Kubas Ministerpräsident Fidel Castro 1964 im Gespräch mit dem schweizerischen Botschafter Emil Stadelhofer (rechts). Quelle: dodis.ch/40943

«Wenn es die neutrale Schweiz nicht gäbe, müssten wir sie erfinden», äusserte sich im März 1962 ein einflussreicher Berater von US-Präsidenten John F. Kennedy gegenüber dem schweizerischen Botschafter in Washington, August R. Lindt. Diese «volle Zufriedenheit» der USA stand auch im Zusammenhang mit der schweizerischen Vertretung von US-Interessen in Kuba, die im August 2015 auslief.

5. Oktober 2016
Mitteilung

Politische Reden von Ausländern

1973 prominentes Opfer des bundesrätlichen Redeverbots für Ausländer: Der Dalai Lama. Quelle: http://de.freeimages.com/photo/dalai-lama-1482936

Ein Ende September 2016 eingereichter parlamentarischer Vorstoss möchte die Bewilligungspflicht für ausländische Redner wiedereinführen, wie sie zwischen 1948 und 1998 in Kraft war. Der damalige Bundesratsbeschluss sah vor, dass «Ausländer [...] an Versammlungen nur mit besonderer Bewilligung über ein politisches Thema reden [dürfen]».

e-Dossier: 70 Jahre Washingtoner Abkommen

Delegationsleiter Minister Walter Stucki vor dem Abflug nach Washington. Schweizerische Filmwochenschau vom 22. März 1946, vgl. dodis.ch/dds/1169.

Im Frühjahr 1946 begab sich eine hochrangige schweizerische Delegation zu Verhandlungen nach Washington. Es galt, gesperrte schweizerische Vermögenswerte in den USA zu deblockieren und den alliierten Boykott gegen Firmen, die im Zweiten Weltkrieg mit den Achsenmächten gewirtschaftet hatten, aufzuheben. Die USA, Grossbritannien und Frankreich forderten im Gegenzug die Auslieferung deutscher Guthaben, die auf Schweizer Bankkonti lagen.

e-Dossier: Diplomatie auf Schienen – Gotthardbahn und Aussenpolitik

Bauarbeiter um 1880 vor dem Südportal des Gotthardtunnels in Airolo. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthardtunnel

Wenn am 1. Juni 2016 der Gotthard-Basistunnel feierlich eröffnet wird, markiert dies den aktuellen Höhepunkt einer Entwicklung, die über eine reiche Geschichte verfügt. Der Bau einer Eisenbahnlinie durch die Schweizer Alpen war bereits im 19. Jahrhundert ein Grossprojekt von europäischer Dimension. Entsprechend eng war seine Durchführung mit aussenpolitischen Erwägungen verknüpft.

29. März 2016
Mitteilung

DDS-Analyse zu den «Terrorjahren»

Die Debatte zu einem «geheimen Abkommen» zwischen Bundesrat Graber und der PLO. Eine Zwischenbilanz, in: SZG 66/1 (2016), S. 1–24.

In den letzten Jahren haben sich die Diplomatischen Dokumente der Schweiz (DDS) im Rahmen ihrer regulären Forschungsarbeit intensiv mit der Frage des palästinensischen Terrorismus gegen Ziele in der Schweiz 1969/70 und dessen Folgen auseinandergesetzt. Zahlreiche Dokumente wurden dazu seit 2012 auf der Datenbank Dodis publiziert (vgl. Kompass durch die «Terrorjahre»).

e-Dossier: 70 Jahre Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur UdSSR

Von links nach rechts: Bundesrat Max Petitpierre im Gespräch mit Minister Eduard Zellweger (Belgrad) und Hermann Flückiger, dem designiertem ersten Gesandten in Moskau. Schweizerische Filmwochenschau vom 5.4.1946.

Mit dem Austausch diplomatischer Noten in Belgrad (dodis.ch/48190) nahmen vor 70 Jahren, am 18. März 1946, die Schweiz und die Sowjetunion nach fast 30 Jahren Funkstille erstmals  offizielle Beziehungen auf. Die Normalisierung des Verhältnisses zur neuen Supermacht im Osten war eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung der internationalen Beziehungen der Schweiz im beginnenden Kalten Krieg.

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